Glossar
A
Abbildungsgröße
Größe, mit der das Objektiv das Motiv auf dem Sensor/Film abbilden kann.
Abbildungsleistung
Leistungsfähigkeit des Objektivs hinsichtlich Verzeichnung, Randabschattung und Bildfeldwölbung.
Abbildungsmaßstab
Der Abbildungsmaßstab ist das Verhältnis der Bildgröße (Abbildung auf dem Sensor/Film) zum fotografierten Gegenstand. Es wird angegeben, ob das Objektiv das Motiv vergrößert (Makro-Objektiv) oder verkleinert abbildet und in welchem Maßstab.
Abbildungsschwäche
des Objektivs. Hierzu gehören Verzeichnungen wie Bildfeldwölbungen oder Randabschattungen, die je nach Qualität des Objektivs mehr oder weniger stark ausfallen. Weitere Abbildungsfehler sind Astigmatismus, chromatische Aberration, Distorsion, Koma und sphärische Aberration.
Abblenden
Verringern der Blendeneinstellung der Kamera. Durch Verwendung einer kleineren Blende (große Blendenzahl) wird der Lichteinfall auf den Sensor verringert.
Abblendtaste
Hilfsmittel, um die Schärfentiefe des Fotos vor der Aufnahme besser abschätzen zu können. Bei den meisten Kameras wird das Sucherbild bei der größten
Blende gezeigt. Dadurch wird das Bild im Sucher zu hell und ohne Schärfeverlauf angezeigt. Mit der Abblendtaste wird die Öffnung der Blende auf den Wert verringert, den sie bei der Aufnahme haben wird, damit ist das Bild im Sucher fast identisch mit dem späteren Foto.
Abwedeln
Werkzeug zum Aufhellen dunkler Bildstellen
A/D-Wandlung
Abk. Analog-Digital-Wandlung, bei der analoge Signale (Informationen) digitalisiert werden, indem sie in ein Zahlenformat übersetzt werden. Der Chip der Kamera nutzt den Wandler, um seine analogen Informationen in digitale zu verwandeln, als Ergebnis entsteht die gespeicherte Bilddatei.
AF-Messfeld
Punkt bzw. Bereich im Sucher der Kamera, auf dem das Autofokussystem die Schärfe misst bzw. einstellt.
Aktion
Die Möglichkeit, in Adobe Photoshop aufeinanderfolgende Arbeitsschritte ähnlich wie ein Makro aufzuzeichnen und zu speichern. Bei Bedarf können diese Arbeitsschritte geladen und auf ein Bild angewendet werden.
Aliasing
Englisch für "Alias-Effekt". Bildfehler auf Fotos, auch als Treppeneffekt oder Moiré bekannt. Tritt bei der digitalen Verarbeitung mit einer zu geringen Abtasttiefe auf. Die Folgen sind treppenförmige Stufen an schrägen Linien oder Objektkanten. Das Anti-Aliasing wirkt nur gegen die Treppchenbildung echter Alias-Effekte. Bei Kameras ab 3 Megapixeln wird Aliasing gut durch das Auslegen der Optik unterdrückt. Die optische Auflösung ist hier geringer als die Pixelauflösung. Die Abbildung wird dadurch ein wenig unscharf und fungiert so als Tiefpassfilter.
Alphakanal
In einem Alphakanal lässt sich z.B. eine Auswahl speichern. In der Kanalpalette wird zusätzlich zu den R, G, B Kanälen der Alphakanal angezeigt. Im Alphakanal stellen weiße Flächen die ausgewählten Bildbereiche dar, schwarze Flächen die nicht ausgewählten Bildbereiche.
Aktion
Als Aktion lassen sich Befehlsabfolgen speichern, die sich dann per Knopfdruck automatisch auf weitere Bilder anwenden lassen.
Analog
Unter analog versteht man in der Fotografie die Aufnahme auf Filmmaterial und die Entwicklung und Ausbelichtung des Films in der Dunkelkammer.
Anti-Shake System
[engl.] Anti-Schake System = Anti-Erschütterungs-System. Siehe Bildstabilisator
APS-C Sensor
Verbreitetste Größe der Sensoren in den Einsteiger- und Semiprofi-Modellen der DSLRs. Man spricht vom APS-C Sensor, weil die Sensoren etwa die gleiche
Größe haben wie das analoge APS-C Format, 23,4 x 16,7 mm
Artefakte
Komprimierungsartefakte sind Bildfehler, die durch eine verlustbehaftete Komprimierung entstehen. Sie unterscheiden sich je nach Komprimierungsverfahren. Am bekanntesten sind die blockartigen Bildfehler, die bei der JPEG Komprimierung auftreten.
ASA
Abk. American Standards Association. Veraltete Maßeinheit für die Lichtempfindlichkeit fotografischen Aufnahmematerials, heute ISO
Aufhellblitz
Ein Aufhellblitz kann verwendet werden, wenn ein sich im Vordergrund befindendes Motiv im Kontrast zum Hintergrund zu dunkel ist. Der Hintergrund kann dabei z.B. durch Tageslicht optimal ausgeleuchtet sein, lediglich das Vordergrundmotiv wirkt zu dunkel.
Auflösung
Beschreibt die Leistungsfähigkeit eines Sensors oder eines Monitors. Das Bild wird in einzelne Bildpunkte (Pixel) zerlegt, also aufgelöst. Bei der Beschreibung der Auflösung werden die Bildpunkte in horizontaler und vertikaler Richtung angegeben. Je größer die Anzahl der Pixel ist, umso besser ist die abgebildete Qualität.
Aufnahmeposition
Position, von der aus ein Foto aufgenommen wird.
Aufsteckblitz
Externes Blitzgerät, das über den Zubehörschuh auf die Kamera gesteckt wird.
Ausbelichtung
Ursprünglich in der analogen Fotografie der Kopiervorgang vom Negativ auf Fotopapier. Auch der Ausdruck einer Bilddatei auf Fotopapier wird als Ausbelichtung bezeichnet.
Auslösegeschwindigkeit
siehe Auslöseverzögerung
Auslösen
Drücken des Auslösers.
Auslöser
Vorrichtung an der Kamera, um den Verschlussablauf auszulösen.
Auslöseverzögerung
Die Zeit, die zwischen dem Auslösen der Kamera und der Aufzeichnung des Fotos vergeht, bezeichnet man als Auslöseverzögerung. Diese Zeitspanne ist abhängig von der Einstellung des Autofokus, dem gewählten Dateiformat und der Leistungsfähigkeit von Speichermedium und Kameraelektronik. Je größer die zu speichernde Datei ist, desto länger braucht die Kamera, bis sie wieder ein Bild aufnehmen kann. Auch langsame Speicherkarten verzögern die erneute Auslösung. Die Zeit kann über einen internen Pufferspeicher in der Kamera verkürzt werden. Dieser Puffer speichert die Bildinformationen zwischen und gibt sie nach und nach an das Speichermedium weiter.
Ausgabeformat
Format, in dem ein Foto ausbelichtet oder gedruckt oder auch am Bildschirm angezeigt wird. Das Ausgabeformat ist unabhängig vom Aufnahmeformat. Es kann ein Ausschnitt vergrößert werden oder das Format beschnitten um eine besondere Bildwirkung zu erzielen, siehe Bildformat.
Auswahl-Werkzeug
Bezeichnet Werkzeuge in der Bildbearbeitung, mit deren Hilfe einzelne Bestandteile eines Fotos ausgewählt werden können, um nur an diesen Stellen Korrekturen oder Änderungen vorzunehmen.
Auto-Bracketing
[engl.] Automatische, elektronisch gesteuerte Belichtungskorrektur
Autofokus
Das automatische Scharfstellen bei Kameras. Die Kamera bewegt mittels eines Motors das Objektiv und bestimmt über einen Sensor, wann ein bestimmter Bereich im Bild scharf eingetstellt ist.
Autofokus aktiv
Aktive Autofokussysteme senden einen Messstrahl, meist in Form von infrarotem Licht aus, mit dessen Hilfe die Kamera den Abstand zum Objekt ermittelt und das Objektiv entsprechend einstellt. Solche Systeme können ins Schleudern geraten, wenn durch eine Fensterscheibe fotografiert werden soll.
Autofokus passiv
Soche Systeme finden sich hauptsächlich in Spiegelreflexkameras oder hochwertigen Sucherkameras. Hier wird die Bildschärfe am abgebilderten Objekt ermittelt, es wird also das scharf gestellt, was auch anvisiert wird. Beim Autofokus ermittelt die Kamera zunächst mithilfe eines oder mehrerer im Kameraboden befindlichen CCD-Sensoren die Schärfe bzw. die Lage der Schärfeebene. Mit diesen Daten kann über einen in der Kamera befindlichen Motor der Fokussiering des Objektivs bewegt werden, um die ermittelte Schärfelage einzustellen. Bei manueller Fokussierung oder bei Verwendung von manuellen Objektiven bieten die meisten AF-Kameras eine Einstellhilfe im Sucher an, mit deren Hilfe der Fotograf erkennen kann, ob das Motiv scharf eingestellt ist oder - wenn nicht - in welche Richtung der Fokussierring zu drehen ist.
Automatischer Weißabgleich
siehe Weißabgleich
Auto-Tonwertkorrektur
Siehe Tonwertkorrektur.
Available Light
[engl.] Verfügbares Licht oder Restlicht. Eine Aufnahmemethode in der Fotografie. Es wird nur das vorhandene Licht genutzt und es wird nicht mit einem Blitz oder zusätzlicher Beleuchtung gearbeitet. Hierbei wird zumeist mit sehr lichtstarke Objektiven, einem Stativ und lange Belichtungszeiten gearbeitet.
B
B/W
Black/ White = schwarz-weiß
Bartypapier
Papier oder Karton mit einseitig aufgebrachter Barytage, d.h. einer weißen Pigmentschicht. Darüber befindet sich die eigentliche fotoempfindliche Schicht. gilt als das hochwertigste und archivbeständigste Schwarz-Weiß-Papier, ist aber nicht so einfach zu handhaben wie PE-Papier. Nur noch im Schwarz-Weiß-Bereich üblich.
Belichten
Werzeug in Adobe Photoshop zur nachträglichen Korrektur der Belichtung.
Belichtung
Die Kombination aus Belichtungszeit und Lichtmenge (Blende), die während der Verschluss der Kamera geöffnet ist, auf den Sensor oder Film fällt.
Belichtungsautomatik
Steuerung in Kameras, die nach den vorhandenen Lichtverhältnissen die Blende und/oder die Verschlusszeit errechnet und einstellt.
Belichtungskorrektur
Bewusste Abweichung von dem mithilfe des Belichtungsmessers der Kamera ermittelten Wert. Die Änderung lässt sich manuell eingeben (Unter- und Überbelichtung) oder wird auch durch eine Programmautomatik gesteuert.
Belichtungsmesser
Eingebaute Messvorrichtung in der Kamera, die die Lichtintensität misst und in ein elektronisches Signal umwandelt. Dieses Signal wird von der Kamera ausgewertet, um eine den Lichtverhältnissen entsprechende Kombination aus Verschlusszeit und Blendeneinstellungen zu wählen.
Belichtungsmesswertspeicher
Speichert den Messwert, der mit der Belichtungsmessung der Kamera ermittelt wurde, auch wenn danach ein anderer Punkt im Motiv angemessen wird.
Belichtungsreihe
Sind die Lichtverhältnisse nicht eindeutig zu messen (diffus oder häufig wechselnd) wird vom Motiv eine Anzahl Aufnahmen gemacht. Ausgehend von einem Startwert der Blendenöffnung wird in mehreren Stufen die Blendenöffnung und/oder die Verschlusszeit auf- oder absteigend verändert.
Belichtungsspielraum
Zulässige Abweichung von der Idealbelichtung, die zu keinen nennenswerten negativen Auswirkungen auf das Bild führt. Bei Farbnegativen mit 100 oder 200 ASA ist ein Bereich von plus/ minus zwei Blendenstufen üblich; bei höherempfindlichen reduziert sich der Spielraum in Richtung Unterbelichtung. Die Abweichung vom Ideal kann hierbei beim Herstellen eines Papierbilds kompensiert werden. Diafilme besitzen streng genommen keinerlei Belichtungsspielraum; jede Abweichung wirkt sich unmittelbar auf das Ergebnis aus.
Belichtungsstufen
Unter Belichtungsstufen versteht man eine Reihe, die die Dauer der Belichtungszeiten angibt. Diese werden in Sekunden oder Bruchteilen von Sekunden angegeben, die auf den Sensor/Film einfallende Lichtmenge
verdoppelt bzw. halbiert sich mit jeder Belichtungsstufe.
Belichtungszeit
Zeitdauer, in der das Licht auf lichtempfindliches Material wie Sensor oder Film einwirkt.
Betriebsbereitschaft
Die Zeit, die die digitale Kamera vom Einschalten bis zum ersten möglichen Auslösen oder zwischen zwei Auslösungen benötigt, siehe auch Auslöseverzögerung.
Bewegungsunschärfe
Stilmittel der Fotografie. Die Bildunschärfe entsteht wenn bewegte Objekte mit einer relativ langen Belichtungszeit aufgenommen werden oder durch das Mitziehen der Kamera während der Belichtung.
Bildarchivierung
Archivierung ist an Regeln gebunden: Unveränderbarkeit, langfristige Wiederauffindbarkeit und Wiedergabefähigkeit. Die Bildarchivierung umfasst also sowohl die Verwaltung von Fotos, hier der Originaldateien, durch Ordnerstrukturen und Metadaten zur besseren Wiederauffindbarkeit als auch die Speicherung auf externe Speichermedien (CD/DVD/Festplatten) sowie die Sicherstellung der Lesbarkeit der Speichermedien in regelmäßigen Abständen.
Bildausschnitt
Zum einen das bei der Aufnahme festgelegte Bild, zum anderen der nachträglich mittels EBB festgelegte Ausschnitt des Fotos.
Bildbearbeitung, digital
Auch EBB. Die Veränderung digitalisierter Aufnahmen mittels einer Bildbearbeitungs-Software. Die häufigsten Bearbeitungen sind hier Farbkorrekturen, die Anpassung von Helligkeit und Kontrast sowie die Änderung des Ausschnitts.
Bildberechnung
Funktion in der Bildbearbeitung, mit der Farbe und Kontrast für das Bild basierend auf mathematischer Basis neu berechnet werden.
Bilddatei
Summe der Bildinformationen, aus denen ein digitales Bild besteht und die in einer Datei zusammengefasst werden, dazu gehören auch die Exif- und Metadaten.
Bilddaten
Zum größten Teil standardisiertes Format zum Speichern digitaler Bilder. Damit können die Bilddaten unabhängig von unterschiedlichen Anwendungen und Plattformen in die verschiedenen Programme integriert werden.
Bilddynamik
Siehe Kontrastumfang.
Bildebene
Senkrecht zur optischen Achse (des Objektivs) stehende Ebene, in der ein scharfes Bild des Motivs entsteht. Durch Scharfstellen des Objektivs fällt die Bildebene mit dem Sensor bzw. der Filmebene zusammen.
Bildfeldwölbung
Die Bildfeldwölbung entsteht, wenn eine Linse mit kugelförmiger Oberfläche verwendet wird. In diesem Fall ist das Bildfeld mit der optimalen Schärfe nicht
eben wie der Sensor, sondern gewölbt. Zur Korrektur dieses Fehlers werden asphärische Linsen im Objektiv verwendet. Die Bildfeldwölbung lässt sich aber bei Weitwinkelobjektiven nicht immer vollständig korrigieren. Dies hat Auswirkungen auf die Schärfe des Fotos in den Randbereichen.
Bildformat
Das Bildformat umfasst das Aufnahme- und Ausgabeformat eines Fotos. Das Bildformat trägt viel zur Bildwirkung bei und ist ein Gestaltungsmittel. Typisch sind die Formate 4:3 (Kompaktkameras), 3:2 (Spiegelreflexkameras) und 1:1 (Mittelformat).
Bildgestaltung
Bewusste Gestaltung des Bildausschnitts unter künstlerischen Aspekten, die zum Ziel haben, dass das Foto möglichst harmonisch und interessant auf den Betrachter wirkt. Hierzu gibt es Gestaltungsregeln wie z.B. den Goldenen Schnitt.
Bildpunkte
Siehe Pixel.
Bildrauschen
Unterschiedlich helle, auch bunte Pixel in einer größeren Fläche gleicher Farbe in einem Bild werden als Bildrauschen bezeichnet.
Bildstabilisator
Der Bildstabilisator dient dazu, leichten Kamerabewegungen entgegenzuwirken, um keine verwackelten Aufnahmen zu erhalten. Man unterscheidet drei Systeme: IS (Image Stabilizer), VR (Vibration Reduktion) und AS (Anti-Shake-System). Dahinter verbergen sich zwei Techniken: Beide messen mittels eines Sensors die leichten Bewegungen durch die Hand des Fotografen. Der IS und das VR gleichen die Bewegung durch Verschieben der Linsen im Objektiv aus, das AS bewegt den Bildsensor, um den Bewegungen entgegenzuwirken.
Bildwinkel
Als Bildwinkel bezeichnet man den Winkelbereich, den ein Objektiv auf einem vorgegebenen Bildformat abbilden kann. Beispielsweise bildet ein Objektiv mit einem Bildwinkel von 90° alle Objekte auf dem Film ab, die sich zwischen 45° links und 45° rechts der optischen Achse befinden. Gemessen wird von Bildecke zu Bildecke. In diesem Beispiel handelt es sich damit um ein Weitwinkelobjektiv.
Bildwirkung
Die Bildwirkung auf den Betrachter entsteht aus dem bewussten Einsatz sowohl kompositorischer als auch technischer Gestaltungsmittel, siehe Bildkomposition.
Bit
Abkürzung englisch "Binary Unit" = Binäre Einheit. Die kleinste Informationseinheit eines Rechners, entweder 1 oder 0. Mit dieser Binärziffer können nur zwei Zustände angegeben werden: Ein: Strom fließt oder Aus: Strom fließt nicht. Beim digitalen Bild wird die Farbtiefe in Bit angegeben.
Bitmap
Pixelgrafik. Ist im Unterschied zu einer Vektorgrafik nicht ohne Qualitätsverlust skalierbar. In Photoshop ist damit auch eine Strichgrafik gemeint, die nur aus schwarzen und weißen Bildinformationen besteht.
Blaue Stunde
Kurze Zeitspanne morgens und Abends, in der die Sonnenstrahlen schon/ noch sichtbar sind, die Sonne selbst aber nicht. Ihren Namen hat sie von der tiefblauen Färbung des klaren Himmels, die Lichttemperatur beträgt ca. 9000K.
Bleichbad
Chemische Lösung, die metallisches Silber in Silberhalogenid umwandelt. Wird vor allem in Farbprozessen als Vorstufe zum Fixieren verwendet, um sämtliches Silber aus der Schicht zu entfernen. Es gibt jedoch auch Bleichbäder für Schwarz-Weiß-Prozesse, die z.B. bei der Umkehrentwicklung (S/W-Dias), Tonung oder Umentwicklung Verwendung finden.
Blende
Vorrichtung in einem Objektiv zum Einstellen der Lichtmenge. Die Blende verringert im Objektiv – ähnlich wie bei der menschlichen Iris – den Lichtdurchlass. Der Blendenwert wird als Quotient von Brennweite zu effektivem Objektivdurchmesser angegeben (d.h. 1:Lichtstärke ). Auf dem Objektiv angegeben und ein Maß für die Lichtstärke ist immer auch der minimale Blendenwert, d.h. die maximal mögliche Öffnung. Aufgrund des nicht linearen Zusammenhangs zwischen wirksamem Durchmesser und durchgelassener Lichtmenge sind auch die Blendenwerte nicht linear abgestuft. Es ergeben sich folgende Werte bei einer Abstufung von einem Blendenwert: 1 - 1,4 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32. Je kleiner der Wert, desto mehr Licht wird durchgelassen. Kleinere oder größere Werte sind in der Praxis nicht üblich. Die Blendenzahl gibt außerdem das Verhältnis zwischen Blendenöffnung und Objektivlänge an. Bei Blende 1:22 ist die Blendenöffnung 22-mal so klein wie die Länge des Objektivs. Ist das Verhältnis 1:1,0, ist die Öffnung so groß, wie das Objektiv lang ist.
Blendenautomatik
Die Blendenautomatik ist neben der Zeitautomatik die zweite wichtige Automatikfunktion von Spiegelreflexkameras. Hier wird die Belichtungszeit vorgewählt (englisch „shutter priority“, daher das Kürzel „S“) und die Kamera bestimmt aufgrund von Belichtungsmessung und Filmempfindlichkeit die notwendige Blende. Immer wenn Sie eine bestimmte Verschlusszeit benötigen, beispielsweise um in der Sportfotografie ein Motiv bei kurzer Verschlusszeit „einzufrieren“, sollten Sie die Blendenautomatik wählen.
Blendenöffnung
Steuert die Lichtmenge, die durch das Objektiv auf den Sensor/Film fällt.
Blendenpriorität
siehe Zeitautomatik. Die Blende wird vorgewählt und die passende Belichtungszeit dazu von der Kamera errechnet.
Blendenreihe
Zum einen bezeichnet die Blendenreihe die Gesamtheit möglicher Blendeneinstellungen eines Objektivs, sortiert von der größten zur kleinsten Blendenöffnung und zum anderen eine Folge von Aufnahmen, bei der die Blende stufenweise verändert, die effektive Belichtung durch Anpassen der Belichtungszeit jedoch konstant gehalten wird.
Blendenstufe
Relatives Belichtungsmaß; bedeutet, dass man die Blende um einen vollen Schritt öffnen oder schließen muss, um die gleiche Schwärzung des Filmmaterials zu erzielen. Entspricht der Verdoppelung (eine Blendenstufe mehr) bzw. Halbierung (eine Blendenstufe weniger) der Belichtungszeit . In Verbindung mit Objektiven sind auch halbe oder – seltener – drittel Blendenstufen üblich.
Blendenvorwahl
siehe Zeitautomatik. Bezeichnet die manuelle Einstellung der Blende, bei der die Belichtungsautomatik der Kamera die notwendige Verschlusszeit ermittelt.
Blendenwert
siehe Blendenzahl
Blendenzahl
Angabe des Verhältnisses zwischen Brennweite und Blendenöffnung. Die Brennweite wird durch die Blendenöffnung dividiert und in Form der Blendenzahl angezeigt (z.B f/2,8, f/5,6, f/11). Je größer die Blendenzahl, desto geringer die Öffnung und das einfallende Licht.
Blitz
Zusatzgerät zur Verbesserung der Lichtverhältnisse während der Aufnahme
Blitzschuh
eigentlich Zubehörschuh. Meist oben an der Kamera angebrachte Aufnahme für zusätzliche Geräte (Blitz, Videoleuchte oder Mikrophon). Je nach Bauweise wird
nur die Stromversorgung über die Kamera bezogen (passiv) oder es erfolgt zusätzlich auch die Kommunikation mit der Kamera (intelligenter Zubehörschuh).
Blitzleitzahl
Gibt die Leistung bzw. maximale Lichtabgabe eines Blitzgerätes an. Die Blitzleitzahl wird normalerweise für eine (Film -) Empfindlichkeit von ISO 100 und eine Brennweite von 50 mm angegeben. Blitzgeräte, die in die Kamera eingebaut sind, haben üblicherweise eine Leitzahl von 8-18, Kompaktblitzgeräte von 20-48 und Stabblitzgeräte von 45-60. Studioblitze sind noch leistungsstärker, dort wird aber die Leistung üblicherweise in Wattsekunden (Ws) angegeben.
Blooming
Blooming bezeichnet den Effekt, wenn bei digitalen Bildern helle Licht- oder Glanzpunkte übertrieben dargestellt werden, als würden sie „blühen“. Bei digitalen Kameras trifft das Licht auf Speicherzellen, die das Licht in Elektronen umwandeln. Je nach Stärke des Lichteinfalls läuft die Speicherzelle voll. Dabei kann es vorkommen, dass durch ein Überlaufen der Zelle Elektronen in benachbarte Zellen überlaufen. Dadurch breiten sich Lichtpunkte auf dem Bild weiter aus als beispielsweise bei einem Kleinbildfilm.
BMP
Unkomprimiertes Bitmap-Format. Speichert keine weiteren Informationen zum Bild, sondern lediglich die reine Pixelgrafik. Dieses Format ist verlustfrei, hat aber einen hohen Speicherbedarf und kann darüber hinaus im Internet-Browser nicht angezeigt werden.
Body
[engl.] Körper. Hier das Gehäuse einer Spiegelreflexkamera oder DSLR ohne das Objektiv.
Bokeh
Japanisch "boke" = unscharf, verschwommen. Beschreibt die unscharfen Bereiche auf einem Foto. Hierbei wird jedoch nicht der Grad der Unschärfe, sondern das Aussehen der unscharfen Flächen unter subjektiven ästhetischen Gesichtspunkten bewertet.
Bracketing
siehe Auto-Bracketing
Brennweite
Ein Objektiv bündelt eintreffende Lichtstrahlen. Als Brennweite versteht man den Abstand, in dem sich parallel eintreffende Lichtstrahlen in einem einzigen Punkt treffen. Aus fotografischer Sicht wird die Brennweite als Synonym für den Bildwinkel verwendet. Eine kleine Brennweite bedeutet einen großen Bildwinkel. Die Brennweite gibt die Länge in Millimetern zwischen Objektiv und Film bzw. CCD-Modul an. Bei Kleinbildkameras liegt der Normalwert (entspricht ungefähr dem Sehwinkel des Auges) bei 50 mm, darüber beginnt der Telebereich, darunter der Weitwinkelbereich. Bei digitalen Kameras liegt der Normalwert je nach Größe des CCD bei rund 10 bis 12 mm.
Brennweitenverlängerung
siehe Crop-Faktor
Bridge-Kamera
[engl.] Brücke. Digitale Kamera mit Spiegelreflex-Sucher, die von der Leistung und den Funktionen fast an eine DSLR heranreicht, aber anders als eine DSLR ein fest montiertes Objektiv besitzt.
Brushes
Englisch für "Pinsel". Pinselspitzen für das Pinselwerkzeug in Bilbearbeitungsprogrammen. Sie können alle denkbaren Formen und Muster aufweisen.
Bulb
siehe Langzeitbelichtung
Byte
Acht bits ergeben ein byte.
C
C41
Von der Firma Kodak entwickelter, standardisierter Prozess zum Entwickeln von Farbnegativfilmen. Mittlerweile ist der C41-Prozess weltweit etabliert.
Cache
Um eine Vorschau und das Errechnen der Histogramme zu beschleunigen, verwendet Photoshop einen "Bild-Cache". Dieser enthält Miniaturen der Bilder. Auf diese Weise müssen die Miniaturen nicht dauernd neu berrechnet werden.
Camera-Raw
In den meisten Digitalkameras ist als Standard-Dateiformat "JPEG" eingestellt. Dieses Dateiformat komprimiert aber bereits ihre Bilder. Darüber hinaus kann Ihre Digitalkamera z. B. Farbe oder Kontrast per kamerainterner Software verändern. Somit landen nicht die "Original-Daten", die die CCD der Kamera aufgezeichnet hat, auf Ihrem Speichermedium. Einige Kameras können aber die Daten "roh" abspeichern, d.h. ohne oben genannte Veränderungen. Dieses Format nennt sich "Camera Raw". Es lässt sich u.a. mit Photoshop öffnen und Sie können eine Bildoptimierung durchführen. Adobe hat einen eigenen Standard namens "DNG" entwickelt, womit sich die Camera Raw Bilder verschiedener Kamerahersteller einheitlich speichern lassen.
CCD (Charged Coupled Device)
Das CCD-Modul ist ein Halbleiterbaustein, der ähnlich wie die menschliche Netzhaut aus einer Vielzahl lichtempfindlicher Zellen besteht. Die Zellen wandeln das Licht in elektrische Ladung um, die als digitaler Wert ausgelesen wird. Die Vielzahl der Zellen ergibt ein Rasterbild. Je höher die Anzahl der Zellen (Auflösung), desto feiner wird das Bild.
Chip
siehe Sensor
Chromatische Abberation
Dies sind Farbsäume an kontrastreichen Linien im Bild, die bei Objektiven schlechterer Qualität entstehen können.
Clip
Prozentsatz der hellsten und dunkelsten Pixeln eines Bildes, die bei einer automatischen Kontrastanpassung auf Weiß bzw. Schwarz gesetzt werden.
CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor)
Der CMOS-Baustein arbeitet ähnlich wie das CCD , ist jedoch in der Herstellung billiger. Die Bildqualität des CMOS-Bausteins ist nicht so hoch wie die Qualität des CCD.
CMS
Englische Abkürzung für "Color Management System" = Farbmanagementsystem. Siehe auch Farbmanagement.
CMYK
Cyan, Magenta, Yellow und Key (nicht Black, gemeint ist aber trotzdem Schwarz). Das sind die für den Druck üblichen Grundfarben.
CompactFlash
Gegenwärtig meistverbreiteter Wechselspeicherkarten-Standard für digitale Kameras. Man unterscheidet bei CompactFlash-Karten (CF) zwischen Typ I (Bauhöhe 3,3 mm) und Typ II (Bauhöhe 5 mm). Dank eingebauter Speicherverwaltungsbausteine können CompactFlash-Karten beliebiger Speicherkapazität in nahezu jede Kamera eingesetzt werden. CompactFlash-II-Karten gibt es sowohl als Speicherkarten als auch als Miniaturfestplatten.
Crop-Faktor
Dieser Wert dient der Umrechnung der Brennweite eines Objektivs. Die Angaben der Brennweite eines Objektivs beziehen sich in der Regel auf einen 35mm Kleinbildfilm. Ändert sich die Fläche des lichtempfindlichen Bauteils (Sensor), verändert sich auch die Berechnungsgrundlage für die Brennweite. Dieses Verhältnis gibt der Crop-Faktor wieder.
CSS (Cascading Style Sheet)
Wird bei der Gestaltung von Internetseiten verwendet. CSS legt für mehrere Seiten die Formatierung und Bildplatzierung fest.
D
Dateiformat
Definiert, wie eine elektronische Datei von einer Software gespeichert wird. Verbreitete Dateiformate für Bilder sind z. B. TIFF, GIF, JPG oder RAW.
Dateinamenserweiterung
Im Dateinamen verweisen die drei Buchstaben nach dem Punkt auf den Dateityp, z.B. *.jpg. Bei Bilddateien ist die häufigste Dateinamenerweiterung *.tiff, *.bmp und *.jpg
DCS (*.dcs)
Eine Variante des EPS. Siehe EPS
Digitales Bildrauschen
Siehe Bildrauschen.
Digitale Kompaktkamera
Meistverbreitetster Typ der Digitalkamera. Die handliche Form und das geringe Gewicht machen diesen Kameratyp sehr beliebt. Das Objektiv ist fest mit dem Body verbunden.
Digitale Spiegelreflexkamera
Digitalkameras arbeiten mit einer Sensor-Einheit, die Licht in elektrische Signale und anschließend in Binärdaten umwandelt. Die Bilder können vorübergehend
im Arbeitsspeicher (RAM) bzw. auf in der Kamera enthaltenen Speichermedien zwischengespeichert oder aber direkt an einen Computer übertragen werden.
Digitales Korn
Siehe Bildrauschen, aber auch nachträglich per EBB simuliertes Filmkorn.
Digitalkamera
Wichtigster Unterschied zu einer analogen Kamera ist das lichtempfindliche Bauteil. Im Gegensatz zu einer analogen Kamera mittels Film, wird das Licht unter Nutzung eines Sensors elektronisch weiterverarbeitet und gespeichert.
Digitaler Zoom
Angabe zur Vergrößerungsfähigkeit der Objektive von digitalen Kameras. Im Gegensatz zum optischen Zoom bedeutet der digitale Zoom eine Verschlechterung der Bildqualität, da hier ein Ausschnitt des Bildes rechnerisch vergrößert wird.
Display
[engl.] Anzeige. Kleiner Monitor, der an der digitalen Kamera u.a. das Foto anzeigt.
Dithering
Nahezu alle Technologien zur Wiedergabe von Bildern können nur eine sehr kleine Anzahl von Farben direkt erzeugen. Ein Bildschirm arbeitet mit den Grundfarben Rot, Grün und Blau, Drucker nutzen Gelb, Cyan, Magenta und Schwarz. Alle anderen Farben werden durch Mischen dieser Farben erzeugt. Hierfür werden unterschiedlich viele Punkte dieser Grundfarben unmittelbar nebeneinander gesetzt, sodass sich für den Betrachter der Eindruck einer Mischfarbe ergibt.
DNG
ist ein von Adobe entwickeltes Archivformat für Digitalkamera-Rohdaten (RAW). Kameras verwenden häufig eigene Formate für ihre RAW-Dateien. Viele dieser Rohdatenformate können daher nur von ganz bestimmten Software-Anwendungen gelesen werden. Dateien in einem dieser herstellereigenen Formate zu archivieren ist daher risikoreich. Auch der Datenaustausch mit anderen ist problematisch.
DPI
Dots per Inch. Die Anzahl der Bildpunkte pro Zoll (Ausgabeauflösung). Auf dem Monitor reichen 72 DPI, beim Druck sollten es mindestens 300 DPI sein.
DRI
Abkürzung englisch "Dynamic Range Increase" = Anhebung des Dynamikumfangs. Verfahren zur Erhöhung des Kontrastumfangs eines Fotos, bei dem man verschiedene Fotos einer Belichtungsreihe per EBB miteinander kombiniert, siehe Exposure Blending.
DSLR
Abk. Digitale Spiegelreflexkamera, siehe Digitale Spiegelreflexkamera
Duplex
Ein Druckverfahren, bei dem ein monochromes (einfarbiges) Foto mit einer zweiten Druckfarbe überdruckt wird, um den Tonwertumfang zu erhöhen. Bei digitalen Bildern dient das Duplex-Verfahren auch zur Tonung von Bildern.
Durchzeichnet
Siehe Zeichnung.
Dynamik
Siehe Kontrast.
Dynamikumfang
Siehe Kontrastumfang.
E
EBB
Abkürzung für "Elektronische Bildbearbeitung", siehe Bildbearbeitung.
Ebenen
Mit Ebenen werden Bilder schichtweise übereinander aufgebaut, was den Vorteil hat, dass jede Ebene einzeln ohne Beeinflussung der anderen Ebenen bearbeitet werden kann. Diese Ebenen kann man sich als einzelne übereinandergelegte, transparente Folien vorstellen, die zum Gesamtbild verschmelzen.
Ebenenmaske
Mit einer Ebenenmaske lassen sich Teile einer Ebene verbergen. Hierzu "malt" man z. B. mit einem Pinsel in die Maske hinein. In Photoshop verdeckt das Malen mit der Farbe "Schwarz" die Bildteile, mit "Weiß" werden sie wieder sichtbar. So bleiben alle Informationen "unter" der Maske erhalten.
Eingangslichtstärke
siehe Einstiegsblende
Einstellungsebene
Eine Ebene, die als zusätzliche Ebene in der Ebenenpalette erscheint. Mit ihr lassen sich z. B. der Kontrast oder Farbeinstellungen eines Bildes verändern, ohne die Originalinformationen anzutasten.
Einstiegsblende
Anfangsblende. Die größtmögliche Öffnung der Blende des Objektivs.
Einstiegsbrennweite
Anfangsbrennweite (kleinste Brennweite) eines Objektivs.
Elektronischer Sucher
Elektronische Sucher sind LCD-Displays und arbeiten nach dem TTL-Prinzip. Im Gegegnsatz zu optischen Suchern bilden sie 100 % des Bildausschnitts
ab.
Entwickler
Chemische Lösung, die belichtete Silberhalogenidkristalle zu metallischem Silber reduziert.
EPS (Encapsulated PostScript)
Ein Dateiformat, welches zum Einfügen in Layoutprogramme oder zum Ausbelichten verwendet wird. Es kann neben Pixeln auch Vektoren oder Schriften enthalten und kann zusätzlich Pfade zum Freistellen speichern. Das EPS wurde lange Zeit in der Druckvorstufe verwendet, wird aber zunehmend vom Dateiformat PDF abgelöst. Eine Variante des EPS ist das DCS (Desktop Color Seperation)
Exif-Daten
Abkürzung englisch "Exchangeable Image File Format" = Austauschbares
Bilddateiformat. Ein Standard der Japan Electronic and Information Technology Industries Association (JEITA) für das Dateiformat, in dem moderne Digitalkameras Metadaten über die aufgenommenen Bilder speichern. Gespeichert werden unter anderem: Datum und Uhrzeit, Brennweite, Belichtungszeit, Blende, und ISO
Exposure Blending
Englisch für "Belichtungs-Überblendung". Verfahren zur Erhöhung des Kontrastumfangs eines Fotos, bei dem man verschiedene Fotos einer Belichtungsreihe per EBB miteinander kombiniert, siehe DRI.
F
Farbkanal
Der Farbkanal ist der Bereich, den die Grundfarben Rot, Grün, Blau (RGB) jeweils einnehmen.
Farbkorrektur
Methoden im Bildbearbeitungsprogramm, um Farbstiche, Fehlfarben oder einen falschen Weißabgleich zu korrigieren.
Farbmanagement
Das Farbmanagement soll sicherstellen, dass eine Vorlage, die mit einem beliebigen Eingabegerät (Kamera oder Scanner) erfasst wurde, an einem beliebigen Ausgabegerät (Monitor, Drucker oder Ausbelichtung) möglichst farbgetreu wiedergergeben wird.
Farbpalette
In Photoshop eine individuelle oder vorgefertigte Palette mit Farben, die in ein Bild eingefügt werden können.
Farbprofil
In einem Farbprofil werden die benutzerspezifischen Einstellungen gespeichert, die bei der Abstimmung (Kalibrierung) der Farben für Kamera, Monitor und
Drucker festgelegt werden. Mit dem Farbprofil wird sichergestellt, dass die Farben sowohl auf dem Monitor als auch im Druck mit denen des Ausgangsbildes übereinstimmen, siehe ICC-Profil.
Farbraum
Der Begriff hat in der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung mehrere Bedeutungen. In der Hauptsache ist der Farbraum die genaue Definition der Zusammenstellung von Farben, dreidimensional visualisiert, deswegen auch Farbraum. Farben setzen sich z. B. im RGB-Farbraum aus drei Grundfarben zusammen und die Mischung der Farben entscheidet, welche Farbe wir wahrnehmen. Je nach Einsatzgebiet werden unterschiedliche Farbräume benutzt. So verwenden Monitore RGB, die meisten Drucker CMYK, um Farben
darzustellen.
Farbrauschen
Thermische Störungen in einem Halbleiterbauelement werden als Signalrauschen bezeichnet. Bei einem CCD macht sich der Effekt durch fehlerhafte Pixel bemerkbar, die in dunklen, gleichfarbigen Flächen auftreten.
Farbsättigung
Die Farbsättigung ist – neben Farbton und Helligkeit – eine der 3 vom Menschen als grundlegend empfundenen Eigenschaften einer Farbe. Die Sättigung (englisch "saturation") beschreibt, wie stark sich ein farbiger Reiz von einem achromatischen Reiz unabhängig von dessen Helligkeit unterscheidet, also das Ausmaß, in dem er sich von einem fotometrisch gleich hellen Grau unterscheidet.
Farbstich
Falsches Übergewicht einer Farbe in einem Foto oder Bild.
Farbtemperatur
Die in Kelvin (K) ausgedrückte Maßeinheit zur Bestimmung der Farbe des Lichtes. Niedrigere Kelvin-Werte verlagern die Farbstimmung in Richtung Rot, höhere in Richtung Blau.
Farbtiefe
Die Farbtiefe gibt den Speicherplatz an, der für die Kodierung eines Pixels verwendet wird. Sie wird in Bit pro Pixel (bpp, bits per pixel) oder einfach mit Bit angegeben. Je höher die Farbtiefe, desto größer die Zahl der unterscheidbaren Farbabstufungen. Die Farbtiefe kann sowohl bezogen auf einen Kanal als
auch auf alle drei angegeben werden. So kann beispielsweise ein Bild mit einer Farbtiefe von 8 Bit pro Kanal auch als 24-Bit-Bild bezeichnet werden. Die niedrigste mögliche Farbtiefe ist ein Bit. Mit dieser Farbtiefe können nur zwei Helligkeitsstufen ohne irgendwelche Zwischenabstufungen dargestellt werden (üblicherweise sind das Schwarz und Weiß).
Farbumwandlung
Auch Umwandlung. Ist eine Umwandlung von einem Farbmodell in ein anderes, zum Beispiel von RGB in CMYK.
Farbwert
Ein Wert, der je nach Modell verschieden bezeichnet wird. Im RGB-Modell setzt sich eine Farbe aus den drei Anteilen Rot, Grün und Blau zusammen. Jeder Anteil erhält Werte von 0 bis 255. Im CMYK-Modell werden die Anteile Cyan, Magenta, Yellow und Key in Prozenten von 0 bis 100 ausgedrückt.
Farbwiedergabe
Als Farbwiedergabe bezeichnet die Beziehung zwischen Farbreiz und Farbeindruck.
Fernauslöser
Technisches Hilfsmittel, das die Kamera statt des Drucks auf den Auslöser auslöst. So wird die Auslöseerschütterung der Kamera vermieden, die zu Verwackelungen führen kann. Ermöglicht außerdem Selbstaufnahmen.
Festbrennweite
Objektiv mit einer nicht verstellbaren Brennweite.
Filmkorn
siehe Korn
Filter (elektronische)
In der digitalen Bildbearbeitung (EBB) sind Filter Programme bzw. Bestandteile einer Software (Plug-Ins), mit deren Hilfe sich Bilder verändern lassen. Die Palette der möglichen Filtereffekte ist programmabhängig
und fast unendlich: Von der Schärfung bis hin zur virtuellen Kreidezeichnung oder der Farb- und Helligkeitsänderung bis hin zur perspektivischen Verzerrung
ist alles möglich.
Filter (Filtervorsätze)
Aufsätze, die vor oder hinter dem Objektiv angebracht werden. Häufig verwendet werden Graufilter zur Verlängerung der Belichtungszeit bei Tageslicht, Farb-filter, die eine Farbtönung des Bildes ergeben und Pol-Filter.
Fire Wire
[engl.] Feuerdraht. Schnittstelle IEEE 1394 zum schnellen Datentransfer zwischen Kamera und Computer ohne den Einsatz eines Kartenlesers.
Firmware
Firmenspezifische Software. Bei Kameras ist die Steuerungs-Software, die u.a. die Automatiken, Messungen und das Speichern der Daten steuert.
Fisheye (-Objektiv)
[engl.] Fischauge. Objektiv mit extrem kurzer Brennweite (bis 28 mm KB). Durch die kurze Brennweite und den extrem großen Bildwinkel ergibt sich eine Verzeichnung, die der Sichtweise eines Fischs ähneln soll.
Fixieren
Eine Ebene in Photshop lässt sich durch das Fixieren z. B. gegen versehentliches Verschieben schützen. Dazu wählt man in der Ebenenpalette oberhalb der Ebenen aus, was genau fixiert werden soll. Anschließend markiert ein "Schloss" neben dem Ebenennamen die fixierte Ebene.
Fixierer
Chemische Lösung, die Silberhalogenid aus der Fotolösung entfernt. Enthält meistens Ammoniumthiosulfat.
Fokus
Bezeichnet den Schärfepunkt eines Objektivs. Dieser Schärfepunkt kann durch die Verschiebung von Linsen und Linsengruppen manuell oder automatisch
eingestellt werden. Die meisten Kameras verfügen heute über einen Auto-Fokus, die einen Schärfepunkt im Objektiv automatisch einstellt
Fokusnachführung
oder Schärfenachführung. Bei dieser Einstellung justiert der Autofokus bei bewegten Motiven kontinuierlich nach.
Fokuspunkt (F)
Punkt im Motiv, auf den die Kamera scharf gestellt (fokussiert) wird.
Fokussieren
Manuelle oder automatische Einstellung der Schärfe.
Font
auf deutsch "Schrift". Schriftarten wie "Arial" liegen in einem bestimmten Format vor, wie z. B. in Windows häufig "True Type".
Frei Transformieren
Werkzeug zur Bildbearbeitung in Adobe Photoshop. Hauptfunktionen sind das Drehen, Verzerren und Neigen von Fotos um z. B. Stürzende Linien auszugleichen oder schiefe Bilder gerade auszurichten.
Freistellen
Isolieren eines einzelnen Objekts vor dem Hintergrund. Fotografisch Isolieren eines Objekts durch selektive Schärfe.
Freistellungs-Werkzeug
Werkzeug in Adobe Photoshop, um Bilder zu beschneiden. Es hat zusätzliche Funktionen wie das Drehen und die perspektivische Anpassung des Fotos und kann zusätzlich Größe und Auflösung verändern.
G
Gamma
Die Darstellung von Bildern mit einem nichtlinearen Kontrast-Verlauf zwischen einem Eingangs- und Ausgangssignal. Die Abweichung von der Linearität ist der
Gammawert, siehe Gammakorrektur.
Gammakorrektur
Die Gammakorrektur ist die übergreifende Helligkeitskorrektur bei grafischen Darstellungen an unterschiedlichen Medien wie z. B. Kamera und Monitor. Mit der Gammakorrektur und der damit verbundenen Helligkeitskorrektur der Farben und des Farbeindrucks können auftretende Probleme bei der Darstellung korrigiert werden. Ein Gammawert von 1 ist eine gerade Linie,
Werte über 1 bewirken eine Aufhellung und Werte zwischen 0 und 1 eine Verdunkelung.
Gamut
Unter Gamut (Umfang, wörtlich: „Skala“) versteht man eine Bandbreite von Farben. Diese kann sich auf ein Eingabegerät (z.B. Digitalkamera oder Scanner), ein Ausgabegerät (Monitor, Drucker ) oder auf ein Farbprofi l beziehen. Es gibt keinen Gamut, der alle für das menschliche Auge sichtbaren Farben beinhaltet. Dies ist auch nicht nötig, da kein Gerät alle Farben des natürlichen Spektrums aufnehmen oder wiedergeben könnte. Der Gamut von RGB-Farbräumen, die additive Systeme wie Bildschirme oder Scanner beschreiben, unterscheiden sich deutlich von Gamuts subtraktiver (CMYK-) Farbräume.
Gegenlicht (-aufnahme)
Fotografie, bei der sich die Hauptlichtquelle hinter dem Motiv befindet. Es wird gegen das Licht fotografiert. Das Ergebnis sind scherenschnittartige Darstellungen des Motivs.
GIF
Graphics Interchange Format. Bitmap mit maximal 8 Bit Farbtiefe (= 256 Farben). Dieses Format ist besonders für Internetseiten geeignet, allerdings nur für Bilder mit überwiegend einheitlichen Farbflächen wie etwa Schaltflächen, Logos mit wenigen Farbverläufen und Ähnliches. Für Fotos ist GIF aufgrund der geringen Anzahl von Farben kaum geeignet. Mit GIF kann man Animationen erzeugen; Bilder im GIF-Format kann man in fast allen Programmen öffnen. GIF hat zahlreiche Nachteile, so kennt GIF nur 256 Farben, wobei eine Farbe für die Transparenz reserviert ist. Außerdem werden GIF-Bilder immer mit Kompression gespeichert, der Kompressionsalgorithmus ist jedoch in einigen Ländern mit Patenten geschützt.
Gitternetzlinien
Siehe Hilfsraster.
Goldener Schnitt
Fotos, die dem Goldenen Schnitt (auch Drittelregel) folgen, wirken auf den Betrachter besonders harmonisch. Hierbei wird das Bild im Groben in neun Felder unterteilt, wobei das Hauptmotiv auf den unteren Schnittpunkten des rechten oder linken Drittels liegen sollte, also aus der Mitte heraus versetzt ist. Bei Landschaftsaufnahmen sollte der Horizont, je nach gewünschter Bildwirkung, auf der oberen oder unteren Linie liegen.
Gradationskurve
Die Gradation ist die Abstufung zwischen Farbtonoder Graustufenwerten in einem Foto und sie hängt von der Empfindlichkeit des Films/Chips, der Intensität der Belichtung und von der Entwicklung ab. Mit der Gradationskurve in der EBB lassen sich der Kontrast und die Tonwerte eines Fotos verbessern.
Grafiktablett
Ein Grafiktablett ist ein Zusatzgerät, mit welchem präziser gearbeitet werden kann, als mit einer Maus. Dazu wird ein Stift über eine Fläche bewegt. Die Handhabung ist ähnlich wie bei einer Maus, jedoch ist die Spitze druckempfindlich, so dass je nach Druck verschiedene Tonwerte auf den Bildschirm übertragen werden können.
Graufilter
Auch Neutraldichtefilter oder Neutralfilter. Wird verwendet, um gleichmäßige Abdunkelungen im Bild hervorzurufen. Diese Filter sind homogen neutral-grau
eingefärbt, um die Farbwiedergabe nicht zu verfälschen. Damit wird gezielt die durchtretende Lichtmenge vermindert. Diese werden verwendet, wenn aus aufnahmetechnischen Gründen große Blendenöffnungen und/oder lange Verschlusszeiten erwünscht sind. Für die Angabe der Filterwirkung ist sowohl die Nennung des Filterfaktors als auch der optischen Dichte üblich.
Graustufen-Bild
Gebräuchlicher: Schwarz-Weiß-Bilder. Diese Fotos ohne Farbinformation werden aus 256 Graustufen (8-Bit-Modus) aufgebaut.
Grundrauschen, digitales
Bildrauschen, das unabhängig von der ISO-Einstellung immer vorhanden ist, vom Auge jedoch kaum wahrgenommen wird.
H
Handbelichtungsmesser
Eigenständiges Gerät, mit dem man unabhängig von der Kamera die Belichtung ermitteln kann.
Hauptpunkt
Der Abstand zwischen Hauptpunkt und Brennpunkt gibt die Brennweite an
HDR
Englische Abkürzung für "High Dynamic Range" = hoher Dynamikumfang, siehe auch HDRI.
HDRI
Englische Abkürzung für "High Dynamic Range Image" = Bilder mit hohem Dynamikumfang. Entsteht durch die Montage zweier oder mehrerer Fotos,
die unterschiedlich belichtet worden sind. Die Kombination der Fotos erfolgt mittels EBB.
Helligkeit
Mit Helligkeit wird die Gesamthelligkeit eines Fotos bezeichnet. Die Wahrnehmung der Helligkeit ist subjektiv, kann aber mittels Hellempfindlichkeitskurve messtechnisch nachgebildet werden.
Hilfsraster
Gitternetzlinien, die sich bei vielen Kameramodellen zuschalten lassen und bei der geraden Ausrichtung der Kamera wie auch bei der Komposition des Bilds helfen (Goldener Schnitt).
Histogramm
Ein Histogramm veranschaulicht die Verteilung der Helligkeitswerte in einem Bild. Balken zeigen die Häufigkeit des Vorkommens der Farbwerte auf. Je höher der Balken über einem Farbwert ist, desto häufiger kommt dieser Farbwert im Bild vor. Das Histogramm gibt Aufschluss über die vorkommenden Grau- und Farbwerte sowie den Kontrastumfang und die Helligkeit des Fotos. Bei Farbfotos steht sowohl ein Histogramm für jeden einzelnen Farbkanal wie auch für alle Kanäle zusammen zu Verfügung. Gut ausgestattete Digitalkameras zeigen auf dem Display ein Histogramm für die aktuelle Aufnahme oder das gespeicherte Bild an. So kann man direkt Fehler wie Unter- und Überbelichtung erkennen und diese durch entsprechende Belichtungskorrektur beheben.
HTML (Hyper Text Markup Language)
Dies ist die Seitenbeschreibungssprache im world wide web. Sie enthält Text, Formatierungsangaben und Verweise (Hyperlinks), Platzierungsangaben für Bilder, aber auch "fremden Quelltext" von z. B. JavaScript. HTML kann mit einem bloßen Textverarbeitungsprogramm geschrieben werden, einfacher geht es aber mit einem Editor.
Hyperfokaldistanz
In der Fotografie bezeichnet die Hyperfokaldistanz diejenige Gegenstandsweite, bei der im Unendlichen liegenden Objekte gerade noch mit einer akzeptablen Unschärfe abgebildet werden. Die Schärfentiefe reicht dann von Unendlich bis zur halben hyperfokalen Distanz. Die Hyperfokaldistanz berechnet sich aus der Sensorgröße, dem Zerstreuungskreis, der Entfernung, der Brennweite und der Blende.
Hyperlink
Mit Hilfe eines Hyperlinks ist es möglich, auf andere Seiten, Bilder, Töne oder sonstige Dateien zu "springen". Somit lassen sich auch "downloads" realisieren.
I
ICC-Profile
ICC (Abkürzung englisch "International Color Consortium" = Internationales
Farbkonsortium). Das ICC-Profil ist ein genormter Datensatz, der den Farbraum eines Farbeingabe- oder Farbwiedergabegeräts, z. B. Kamera, Monitor, Drucker oder Scanner, beschreibt. Ziel eines Color Managements ist, dass eine Vorlage, die mit irgendeinem Eingabegerät erfasst wurde, an einem beliebigen Ausgabegerät möglichst ähnlich wiedergegeben wird. Color Management-Systeme können Geräte wie Scanner, Digitalkameras, Monitore, Drucker sowie Film- und Plattenbelichter aufeinander abstimmen, siehe Farbmanagement.
Image Stabilizer
[engl.] Bildstabilisator, siehe Bildstabilisator
Inch
Ein inch (Zoll) ergibt umgerechnet 2,54 Centimeter
Indexprint
Verkleinerte Darstellung mehrerer Aufnahmen auf einem Ausdruck. Häufig wird ein Indexprint bei Bildbestellungen über ein Fotolabor mitgeliefert.
Indizierte Farben
Unterscheidet sich vom RGB Farbmodus. Es können nur 256 Farben wiedergegeben werden. Dabei ist es möglich, Systemfarben zu wählen oder anhand einer Palette Farben auszuwählen, die dem Bild oder der Grafik möglichst nahe kommen. Durch den geringeren Farbumfang schrumpft auch die Dateigröße, was diesen Modus z. B. für das Internet interessant macht. Für plakative Grafiken eignet sich der Farbmodus gut, für Fotos aufgrund des Farbumfangs weniger. Ein typisches Dateiformat, welches indizierte Farben enthält, ist das "GIF" Format.
Integralmessung
Die Integralmessung ist die einfachste Methode der Objektivmessung und birgt die größte Gefahr der Fehlbelichtung. Bei dieser Methode wird das gesamte einfallende Licht addiert und gemessen. Aus dieser Summe werden unter Berücksichtigung der Empfindlichkeitseinstellung des Sensors (ISO) dann
die Belichtungszeit und die Blende errechnet.
Interpolieren/ -ation
Unter Interpolation versteht man die Neuberechnung der Pixel (Bildpunkte) eines digitalen Fotos. Die Neuberechnung über Zwischenwerte ist erforderlich, wenn die Auflösung oder die Bildgröße des Fotos geändert wird.
Interpolierte Auflösung
Elektronische Möglichkeit, die Anzahl der Pixel zu erhöhen. Die Auflösung des Chips wird beim Speichern der Datei mit zusätzlichen Pixeln angereichert. Diese Pixel werden über mathematische Mittel (Interpolation) aus den vorhandenen umliegenden Pixeln berechnet und zusätzlich im Bild gespeichert. Also hat die gespeicherte Datei im Ergebnis mehr Pixel, als der Sensor eigentlich liefern kann.
Irisblende
Theoretisch stufenlos verstellbare Blende, die sich aus vielen Lamellen zusammensetzt und kreisförmig geöffnet bzw. geschlossen wird.
ISO (International Standard Organisation)
Internationales Gremium zur Festlegung von weltweiten Standards. Bei Digitalkameras wird damit in der Regel die Lichtempfindlichkeit des elektronischen Bildwandlers im Vergleich zur Empfindlichkeit eines normalen Filmes angegeben. Bei niedriger ISO-Einstellung braucht ein Film mehr Licht, um ein Bild zu erzeugen, als bei einer hohen ISO-Einstellung. Während bei fotografischem Film eine höhere Empfindlichkeit eine stärkere Körnigkeit hervorruft, die die Bildqualität negativ beeinfl usst, wird bei Digitalkameras
durch die Signalverstärkung ein stärkeres Bildrauschen verursacht. Übliche ISO-Werte reichen von ISO 25 bis ISO 6400.
J
Java
Eine von Sun entwickelte Programmiersprache. Java-Programme sind auf unterschiedlichsten Betriebssystemen einsetzbar. Ist "Java" aktiviert, können Java-Applets im Internet-Browser ablaufen.
JavaScript
JavaScript ist nicht mit Java zu verwechseln (s.o.), es wurde von der Firma Netcape entwickelt. Mit JavaScript wird es möglich, Dynamik und Interaktion auf Internetseiten zu verwirklichen. Es ist Lizenzfrei.
JPG (JPEG)
Englische Abkürzung für "Joint Photographic Experts Group". Gängigstes Dateiformat für digitale Bilder. Ein klassisches JPG kann bis zu 16,7 Millionen Farben darstellen. Die hohe Beliebtheit resultiert aus dem hohen Komprimierungsgrad und der damit verbundenen Nutzung im Internet.
K
Kalibrierung
Einerseits die Einstellung von Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur direkt am Monitor. Andererseits versucht man mit einer Kalibrierung, die Tonwerte von Monitor und Drucker aneinander anzugleichen, damit diese nicht so stark voneinander abweichen.
Kanal
Einzelne Farbkomponente in einem bestimmten Farbraum. RGB-Farbräume enthalten die Kanäle für die Grundfarben Rot, Grün und Blau sowie einen Gesamt- oder Masterkanal, der alle drei zusammenfasst.
Kanalmixer
Funktion in Adobe Photoshop, mit der sowohl die Werte der Farbkanäle verschoben werden können als auch auf Basis der Farbkanäle Schwarz-Weiß-Umwandlungen erfolgen können.
Kantenglättung
Zwischen den Bildpunkten einer gröberen Vorlage werden feinere Druckpunkte im Raster eingefügt. Somit wird die Bildung von unschönen "Treppenstufen" an schrägen Linien verringert.
Kartenlesegerät (Kartenleser)
Computerzubehör, mit dem Speicherkarten aus digitalen Kameras eingelesen werden können, um sie auf einer Festplatte zu speichern.
Kelvin
Maßeinheit für Temperatur, hier Farbtemperatur. Die internationale Norm für mittleres Sonnenlicht beträgt 5.500 Kelvin.
Kissenförmige Verzeichnung
Beugungserscheinung. Die Verzeichnung bewirkt, dass gerade Linien, deren Abbild nicht durch die Bildmitte geht, gekrümmt wiedergegeben werden.
Kleinbild (-Kamera, -Format, - Film)
Häufigste verwendete Bildgröße der analogen Fotografie. Der Kleinbildfilm hat ein Format von 24 x 36 mm, Sensoren in dieser Größe nennt man Vollformat,
weil Sie dem Format des Kleinbildfilms entsprechen. Um einen Vergleich der Brennweiten digitaler Kameras mit kleineren Sensoren zu haben, rechnet man deren Brennweiten auf Kleinbildformat um (Brennweite x Crop-Faktor).
Kolorimeter
Als Kolorimeter (lateinisch "Farbmesser") bezeichnet man ein Gerät zum Messen oder Vergleichen von Farben bzw. deren Farbintensität oder der Farbtemperatur. Zur Farbmessung wird eine Spektralanalyse durchgeführt. Die Geräte zerlegen dazu das einfallende Licht in verschiedene Spektralbereiche und bestimmen von diesen die Höhe und Verteilung der Intensitäten. Siehe Monitorkalibrierung und Farbmanagement.
Kompaktkamera
Als Kompaktkamera bezeichnet man Kameras mit einer geringen Größe und geringen Gewicht. Kompaktkameras sind Sucherkameras, weisen im Vergleich
zur Spiegelreflexkamera einen geringeren Funktionsumfang auf und liefern häufig aufgrund einfacher Bauteile eine schlechtere Bildqualität, sind jedoch auch erheblich preisgünstiger.
Komprimierung
Methode zur Verringerung der Dateigröße eines Fotos. Je nach Technik und Grad der Komprimierung sind Qualitätsverluste nicht zu vermeiden, verlustfreie
Komprimierung sind z. B. RAW und ZIP.
Kontexmenü
Ein Menü mit weiteren Funktionen, welches sich passend zum jeweiligen Vorgang unter Windows mit einem Klick auf die rechte Maustaste aufrufen lässt. Beim Mac drückt man beim Klicken mit der Maus gleichzeitig die Ctrl-Taste.
Kontrast
Als Kontrast lateinisch "contra" = gegen und stare = stehen. Bezeichnet man den Helligkeitsunterschied in einem Foto, also die Steilheit der Tonwertkurve einer visuellen Darstellung. Umgangssprachlich wird auch von der Brillanz eines Bilds gesprochen, die technisch aber nicht definiert ist.
Kontrastumfang
Unter Kontrastumfang versteht man den maximalen Helligkeitsumfang eines Bildes von Schwarz bis Weiß. Während das menschliche Auge den in der Natur auftretenden enormen Kontrastumfang problemlos meistert, stoßen Filme oder Sensoren sehr schnell an ihre Grenzen. Filme können 1/10 des natürlichen Kontrastumfangs wiedergeben, bei Sensoren richtet sich der Kontrastumfang nach der Größe, Vollformat-Chips meistern Kontraste deutlich besser als 1/2,5-Zoll-Sensoren, die nur 1/40 des natürlichen Kontrastumfangs wiedergeben können. Der Kontrastumfang digitaler Bilder kann üblicherweise in der Nachbearbeitung mittels EBB deutlich verbessert werden.
Konvertieren
Unter Konvertieren kann man die Umwandlung eines Dateityps in einen anderen verstehen (z .B. von jpg nach gif). Oder den Wechsel des Farbmodus (z .B. von RGB nach Graustufen).
Korn (Film-)
Begriff aus der analogen Fotografie. Tritt bei lichtempfindlichen Filmen auf. Die Körnigkeit auf Filmmaterial entsteht durch die im Film befindlichen Silber- oder
Farbpartikel. In der digitalen Fotografie tritt ein vergleichbarer Effekt durch die hohen ISO-Zahlen auf, der das Foto in einigen Bereichen unscharf erscheinen
lässt.
L
Lab (-Farbe, -Helligkeit, -Kanal)
Der Lab-Modus verwendet statt Farbkanälen (z. B. im RGB-Modus die Grundfarben Rot, Grün und Blau) einen Helligkeitskanal (L = Luminanz) und zwei Farbkanäle, als a und b bezeichnet. Die beiden Farbkanäle repräsentieren jeder ein Farbspektrum, wobei a die Farben zwischen Grün und Purpur und b die zwischen Blau und Gelb abbildet.
Lamellenblende
siehe Irisblende
Lamellenverschluss
siehe Zentralverschluss
Lange Brennweite
Eine Brennweite ab 50 mm wird als lange Brennweite bezeichnet. Langzeitbelichtung Belichtungszeiten von mehr als einer Sekunde Dauer.
Lichtempfindlichkeit
Leistungsmerkmal eines Sensors/Films. Wird in ISO gemessen wird. Je geringer dieser ISO-Wert ist, um so mehr Licht wird für eine Aufnahme benötigt.
Lichter/ Tiefen
Siehe Tiefen/ Lichter.
Lichtfarbe
Siehe Farbtemperartur.
Lichtmessung
Unter Lichtmessung versteht man die Ermittlung der Kameraeinstellung für Empfindlichkeit (ISO), Belichtungszeit und Blende mittels eines Handbelichtungsmessers.
Lichtstärke
Verhältnis von maximalem Öffnungsdurchmesser eines Objektivs zu seiner Brennweite. Lichtstarke Objektive können auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen noch gute Bildergebnisse liefern. Je kleiner der angegebene Wert ist, beispielsweise 1:1,8, um so lichtstärker ist das Objektiv. Die Angabe erfolgt in der Form 1:1, 1:1,4, 1:2 usw., wobei die Zahl hinter dem Doppelpunkt der größtmöglichen Blendenöffnung entspricht.
Lichttemperatur
Siehe Farbtemperatur.
Linse
Glas- oder Kunststoffkörper, der in Objektiven verbaut wird. Durch die Zusammenstellung verschiedenster Linsen zu Linsensystemen oder -gruppen ergeben sich die verschiedenen Einsatzbereiche des Objektivs. Schliff, Krümmung, Anzahl und Abstand der Linsen bestimmen Brennweite und Bildwinkel.
lpi
Rasterweite beim Druck, die in lines per inch angegeben wird. Mit steigender Rasterweite steigt auch die Auflösung und die Qualität des Drucks. Für bestimmte Produkte wie Tageszeitungen werden bestimmte lpi-Werte benötigt.
LZW
Ein verlustfreies Kompressionsverfahren, das von verschiedenen Grafikformaten, beispielsweise TIFF , genutzt wird.
M
Makrofotografie
Sparte der Fotografie, die sich mit Detail- und Nahaufnahmen beschäftigt. Es werden spezielle Makroobjektive und Nahlinsen verwendet, die ein Objekt im Maßstab 1 : 1 oder sogar größer darstellen können.
Makromodus
Spezieller Kamera-Modus bei Kameras ohne Wechselobjektiv, der die Nahgrenze für Makroaufnahmen reduziert.
Manuelle Belichtungssteuerung
Die manuelle Einstellung (M) schaltet alle Automatiken an der Kamera ab. Blende und Belichtungszeit müssen manuell eingestellt werden.
Matrixmessung
Bei dieser Messmethode wird das Bild in unterschiedliche Segmente aufgeteilt, die nicht mittels einer festen Gewichtung das Messergebnis beeinflussen, sondern aufgrund der individuellen Kontrastverhältnisse im Motiv berücksichtigt werden. Der Kameracomputer ermittelt die in den einzelnen Messsegmenten ermittelte Lichtverteilung im Motiv und vergleicht diese mit intern gespeicherten Referenzsituationen. Ist eine vergleichbare Situation gefunden, so erfolgt eine dementsprechende Gewichtung der Messfelder.
Megapixel (MP)
Anzahl der Bildpunkte (Pixel) auf einem Sensor. Bestimmt die Leistungsfähigkeit des Sensors, die Angabe erfolgt in Millionen Pixel (Megapixel)
Mehrfeldmessung
auch Matrixmessung. Das momentan aufwändigste Verfahren einer Belichtungsmessung mit der Kamera durchzuführen. Misst das reflektierende Licht des Motivs über einzelne Messfelder, die über das gesamte Sucherfeld verteilt sind. Jedes Messfeld wird einzeln analysiert und aus dem Mittelwert aller Berechnungen eine Blende und Belichtungszeit ermittelt. Dabei wird das mit dem Autofokusfeld verknüpfte Messfeld besonders berücksichtigt und der mittlere Bildbereich wird höher gewichtet.
Memory Stick
Abk. [engl.] Memory Stick. Speicherkarte, die nach dem Flash Prinzip Ihre Daten
verwaltet und sehr häufig als Speichergerät für Digitalkameras eingesetzt wird.
Messzelle
Über das Sucherfeld verteilte Zellen, die zum einen den Auto-Fokus steuern und zum anderen die Messwerte für die Belichtungsmessung dienen.
Metadaten
Die Metadaten beschreiben innerhalb einer Datei z. B. Informationen über die Dateigröße oder den Dateinamen. Sie beschreiben also nicht z. B. Bildinformation an sich, sondern sagen etwas über das Bild oder die Datei aus.
microSD
siehe auch SD, ist die Bezeichnung für ein ultrakompaktes Flash- Speicherkartenformat. Sie wird aufgrund der extrem kleinen Abmessungen von 11mm × 15 mm × 1 mm insbesondere in mobilen Endgeräten wie Ultra-Kompaktkameras oder Handys verwendet.
miniSD
Die miniSD Speicherkarte, siehe auch SD, besitzt einen integrierten Controller. Sie ist 32 mm × 24 mm × 2,1 mm groß und besitzt einen kleinen Schieber für die
Einstellung des Schreibschutzes.
Mittenbetonte Integralmessung
Objektivmessung, siehe Integralmessung. Unterschied zur Integralmessung ist, dass die Bildmitte bei der Berechnung stärker gewichtet wird.
Mitziehen
Aufnahmetechnik bei bewegeten Objekten: Die Kamera wird so geschwenkt, dass das Objekt im Sucher bleibt. Bei einer relativ langen Verschlusszeit wird
deshalb das Objekt scharf abgebildet, während der Hintergrund verwischt wird, wodurch mehr Bewegungsdynamik ins Bild kommt.
MMC
Abk. [engl.] MultiMediaCard. Speicherkarte auf Basis des SmartMedia-Standards,
auf der sich audiovisuelle Daten speichern lassen.
MMC Micro
Abk. [engl.] MultiMediaCard Micro. Speicherkarte auf Basis des SmartMedia-Standards, auf der sich audiovisuelle Daten speichern lassen.
Mittenbetonte Integralmessung
Bei den ersten Spiegelreflexkameras mit Belichtungsmessung wie beispielsweise der Nikon F Photomic wurde eine reine Integralmessung eingesetzt, bei der die Belichtung über den gesamten Bildbereich bestimmt wurde. Hierbei konnte sich jedoch ein hoher Kontrast am Bildrand (beispielsweise durch einfallendes Sonnenlicht oder eine helle Lichtquelle) stark auf die gesamte Belichtung auswirken, wobei das eigentliche Motiv, welches sich meist in der Bildmitte befindet, oft falsch belichtet wurde. Um die Belichtungsmessung zuverlässiger zu machen, wurde schon bald die mittenbetonte Integralmessung eingeführt, bei der ein kreisförmiger Bereich in der Bildmitte (meist 12 mm Durchmesser, bei einigen Kameras sogar variabel) stärker gewichtet wird als der Rand. Dieser Bereich ist auf der Suchermattscheibe eingezeichnet. Bei aktuellen Spiegelreflexkameras fließt der Messwert des inneren Bereichs beispielsweise zu 75 % bis 80 % und der des Randes zu 20 bis 25 % in das Messergebnis ein. Ältere Kameras gewichten die Mitte mit 60 %.
Moiré
Französich "moirer" = marmorieren. Der Moiré-Effekt tritt bei der Überlagerung von Rastern oder Linien auf. Er bildet neue Linienmuster, ein Rasterungseffekt entsteht. Dies tritt insbesondere bei Fotos mit periodischen Strukturen (karierte Hemden, gemusterte Stoffe, Webstoffdetails) auf, siehe Aliasing.
Monitorkalibrierung
Exakte Einstellung der Farb- und Helligkeitsdarstellung des Monitors im Zuge des Farbmanagements mittels eines Kolorimeters.
Motivprogramm
Bei einem Motivprogramm stellt die Kamera automatisch die Verschlusszeit , die Blende und andere wichtige Einstellungen für eine vorgegebene Aufnahmesituation wie etwa Landschaftsaufnahme oder Porträt ein.
Multifunktionswähler
Auch Jogg-Shuttle. Vierfach Kippschalter an der Digitalkamera, der je nach Hersteller mit unterschiedlichen Funktionen belegt ist wie z. B. dem Bildsuchlauf.
Multiplizieren
Bildberechnungsmethode, bei der das Foto mit sich selbst oder einer Ebene multipliziert wird. Hierdurch werden Farben und Kontraste verstärkt, das Bild wird jedoch insgesamt dunkler.
N
Nachbelichten
Aus der analogen Ausbelichtung. Während der Entwicklung werden große Teile des Fotos abgedeckt und nur bestimmte Stellen im Bild weiterhin belichtet. Diese Stellen werden dadurch dunkler, um so z. B. in den Lichtern mehr Zeichnung zu erhalten. In der Bildbearbeitung (z. B. Photoshop) Werkzeug zum Nachdunkeln heller Bildstellen.
Nachtaufnahme
Foto, das bei Nacht auf einen Stativ mit kleiner Blende und Langzeitbelichtung aufgenommen wird.
Nachtmodus
Spezielle Progammautomatik digitaler Kameras, die ISO, Blende und Belichtungszeit optimal für eine Nachtaufnahme steuern.
Nahgrenze
Mindestentfernung eines Motivs zum Objektiv. Erst ab dieser Grenze ist das Objektiv in der Lage zu fokussieren.
Nebenelement
Aus der Bildgestaltung. Neben dem Hauptmotiv bewusst in die Komposition einbezogene weitere Objekte.
NEF (Nikon Electronic Image Format)
Nikon-eigenes Dateiformat für digitale Bilder, die so genannten RAW-Dateien. Bei Digitalkameras erlaubt das NEF-Format das Speichern der Rohbilddaten in voller Auflösung und mit einer Farbtiefe von 12 Bit. Ein Vorteil des NEF-Formats
liegt darin, dass Änderungen am Bild nicht in die Bilddaten geschrieben, sondern nur als Bearbeitungsvorschrift an die Bilddatei angehängt werden. So können Kameraeinstellungen wie Weißabgleich oder Schärfen nachträglich verlustfrei verändert oder ganz rückgängig gemacht werden. Ähnlich sind auch die RAW-Dateien anderer Hersteller aufgebaut.
Normalobjektiv
Bezeichnung für ein Objektiv mit 50 mm Brennweite.
O
Objekt
Daten, die aus einer Datei (Quelldatei) in eine andere Datei (Zieldatei) eingefügt werden. Dabei liegt jedes Objekt auf einer eigenen Ebene. Beispielsweise können Sie eine erstellte Grafik in eine andere Grafik einbetten.
Objektiv
Ein Objektiv ist ein sammelndes optisches System, das eine reelle optische Abbildung eines Objektes erzeugt. Im Objektiv sind Linsen zu Linsengruppen angeordnet. Objektive sind bei Kompaktkameras fest installiert, während bei Spiegelreflex-Kameras das Objektiv je nach Aufgabenschwerpunkt gewechselt werden kann.
Objektmessung
Methode der Belichtungsmessung, bei der die vom Motiv reflektierte Lichtmenge gemessen wird. Siehe auch Integralmessung, Mehrfeldmessung und Spotmessung.
Offene Blende
Als offene Blende bezeichnet man größtmögliche Blendenöffnung eines lichtstarken Objektivs, in der Regel die Blenden 1, 1,4, 2,0 und 2,8.
Optik
andere Bezeichnung für Objektiv
Optischer Zoom
Durch eine aufwändige Konstruktion sind Zoom-Objektive in der Lage, ihre Brennweite zu verändern. Digitale Kameras ohne Wechseloptik bieten einen Brennweitenbereich vom Weitwinkel- bis in den Telebereich. Sehr gute Objektive bieten über den ganzen Zoom-Bereich die gleiche Lichtstärke (etwa 7 bis 20 mm, 2,0), andere werden im Telebereich lichtschwächer (7 bis 20 mm, 2,8 bis 4,0).
OS
bedeutet "operating system", was soviel wie Betriebssystem heißt. Beim MAC nennt sich das Betriebssystem OS, z. B. OS 10.
P
PDF (*.pdf)
= "Portable Document File". Sehr weit verbreitetes Dateiformat, vor allem im Internet, für Text, Bild und Anmerkungen. Es kann in den verschiedensten Qualitäten von "Bildschirmansicht" bis "höchste Druckqualität" gespeichert werden. Photoshop kann PDF-Dateien lesen und schreiben. Beim Abspeichern gibt es mehrere Möglichkeiten, z. B. kann definiert werden, ob Ebenen erhalten bleiben sollen, so dass das Photoshop-PDF wieder mit Adobe Programmen geöffnet und bearbeitet werden kann, oder ob Text innerhalb der Datei beim Öffnen im Adobe Reader auch als Text zur Verfügung stehen soll. Beim lesen kann man wählen, ob nur Bilder in der PDF Datei in Photoshop geöffnet werden sollen, oder ob die ganze Seite geöffnet werden soll.
PE-Papier
Polyethylen-beschichtetes Fotopapier; dient alternativ zu barytiertem Papier als Trägermaterial für Positivmaterialien („Fotopapier“). Vorteil: Fotolösungen ziehen nicht in das beschichtete Papier ein und müssen deshalb auch nicht aufwändig herausgewaschen werden. Nachteil: Es ist weder so archivsicher, noch wirkt es so wertig wie Barytpapier
Periskopisch
Fotografische Technik, durch Umkehrlinsen die Baulänge der Objektive von Ultra-Kompaktkameras zu verkürzen.
Pfad
Ein Pfad kann unter Photoshop genutzt werden, um eine Auswahl, eine Maske oder einen Beschneidungspfad zu erstellen. Bei Vektorprogrammen wird ein Pfad häufig verwendet, um ein Objekt zu zeichnen.
Photo-CD
Ein von den Unternehmen Kodak und Philips entwickeltes Verfahren zur digitalen Speicherung herkömmlicher Kleinbildfotos auf einer CD. Die Bilder können mithilfe eines CD -Laufwerks direkt in den Computer geladen und weiterbearbeitet werden.
PictBridge
Mit PictBridge werden Bilder direkt zum Drucker übertragen. So wird ein Umweg über den Computer gespart.
Pixel , Px (picture element)
Ein Pixel ist die kleinste Einheit eines digitalen Bildes und auch das kleinste Element der Darstellung auf einem Bildschirm. Die Anzahl der auf dem Bildschirm darstellbaren Bildpunkte ist die Auflösung. Ein Pixel kann verschiedene Zustände haben, die man als Farbtiefe bezeichnet:
- weiß und schwarz (1 Bit)
- 16 Farben (4 Bit)
- 256 Farben (8 Bit)
- 32.768 Farben – HighColor (15 Bit)
- 65.536 Farben – HighColor (16 Bit)
- 16.7 Millionen Farben – TrueColor (24 Bit)
Das menschliche Auge kann ca. einhundert verschiedene Farben mit je ca. 600.000 Abstufungen unterscheiden. Die TrueColor-Darstellung reicht also für die reale Farbdarstellung, ist aber nicht perfekt.
Plug-In
Englisch "to plug in" = einstöpseln, anschließen. Bezeichnung für ein Computerprogramm, das in ein anderes Software-Produkt integriert wird. Software-Hersteller definieren Schnittstellen zu ihren Produkten, mit deren Hilfe Erweiterungen anderer Hersteller für diese Software programmiert werden können. Das Plug-In erweitert dann die Funktionalität der Software. Plug-Ins sind in der Regel ohne die Anwendung, für die sie geschrieben wurden, nicht funktionsfähig.
PNG
Portable Network Graphics. Dieses Format speichert neben 8- und 24-Bit Grafiken auch noch 8-Bit-Alphakanäle (Transparenzen). Die Bilder werden verlustfrei komprimiert. Das Format konnte sich bisher noch nicht durchsetzen, da es auch von den Browsern unterschiedlich unterstützt wird.
Polarisations-Filter
Polarisations-Filter dienen unterschiedlich Zwecken: Unerwünschte Reflexionen auf glatten, nichtmetallischen Oberflächen wie Wasser und Glas werden unterdrückt. An nichtmetallischen Oberflächen wird Licht mit einer bestimmten Polarisation reflektiert. So ist es möglich, störende Reflexionen auf Fensterscheiben oder Wasseroberflächen auszublenden. Das Grün von Laub und Gräsern wird verbessert, weil das Polfilter störende blaue Reflexe vom Himmel teilweise unterdrückt. Das Blau eines wolkenlosen Himmels wird intensiviert. Durch den Filter werden weite Teile des hellen Himmels unterdrückt, so dass der Himmel dunkler und somit kräftiger erscheint.
Polfilter
Kurzform für Polarisations-Filter
Polygon
Ein Polygon ist in der Bildbearbeitung eine geschlossene Figur, die aus mehreren Ecken besteht. Durch das Klicken der Maus werden die Ecken festgelegt, die automatisch mit Geraden verbunden werden.
PostScript
Eine Seitenbeschreibungssprache von Adobe. Ein PostScript kann Schriftzeichen und grafische Elemente enthalten. Der frühere Standard in der Druckindustrie wird langsam vom PDF (Portable Document Format) abgelöst.
ppi (pixels per inch)
Maßeinheit für die Auflösung von digitalen Bildern (Pixel pro Zoll). Je höher die Auflösung eines Bildes in der Wiedergabe, desto schärfer und detailreicher erscheint es. Wenn ein Bild beispielsweise eine Auflösung von 100 ppi hat, so bedeutet dies, dass es über eine Strecke von 2,54 cm (= 1 Zoll = 1 inch) 100 Pixel enthält. Bei einer Auflösung von 300 ppi spricht man von „Fotoqualität“, dies entspricht bei normalen Betrachtungsabständen der Auflösungsgrenze des menschlichen Auges. Höhere Auflösungen können jedoch beispielsweise beim scannen sinnvoll sein, damit genügend Spielraum für eine Vergrößerung des Bildes besteht.
Prescan (oder auch "preview")
Bevor eine Vorlage mit hoher Auflösung eingescannt wird, ist es möglich eine schnelle Voransicht durch einen Prescan zu bekommen. So lässt sich auch noch ein Bildausschnitt wählen.
Profil
Siehe Farbprofil.
Programmautomatik
Die Programmautomatik bzw. Vollautomatik steuert sowohl Verschlusszeit wie auch Blende. Je nach Belichtungssituation und Objektivbrennweite ermittelt die Kamera automatisch die günstigste Kombination von Zeit und Blende. Je nach Kameratyp ist ein so genanntes „Program Shift“ möglich, um die Zeit-Blenden-Kombination zu verändern, ohne dabei die Belichtung zu verändern. Sowohl für den fotografischen Laien wie auch für den erfahrenen Fotografen ist die Programmautomatik der einfachste Weg zu guten Bildern.
Prozess
Bestimmtes Verfahren, nach dem analoge Fotomaterialien entwickelt werden. Darin sind sowohl die chemischen Lösungen als auch die Verarbeitungsdauer und die Temperatur spezifiziert. Im Farbbereich Standard, im Schwarz-Weiß-Bereich aber nicht üblich.
Prozessor (auch CPU)
Der Prozessor befindet sich auf dem Motherboard und ist der Rechenchip des Computers. Geschwindigkeit und Cache (Zwischenspeicher) sind relevante Größen.
PSB (*.psb)
Das PSB ist ein Photoshop-Dateiformat, welches aber im Gegensatz zum PSD mit 300000x300000 px keine Einschränkungen hinsichtlich der Bildgröße hat und dieselben Funktionen wie das PSD beeinhaltet. Es wird erst ab Photoshop CS1 unterstützt.
PSD (*.psd)
Ein PSD ist das eigene Dateiformat des Programms "Photoshop" von Adobe. Es kann umfangreiche Informationen wie Ebenen, Transparenzen, Pfade, verschiedene Farbmodi, Alphakanäle, Ebeneneffekte und Textebenen abspeichern. Es wird nur gering komprimiert, erhält aber die Qualität des Bildmaterials. Ein PSD kann auch problemlos zwischen den Betriebssystemen Windows und MAC ausgetauscht werden. Mit Adobe-eigenen Programmen ist es auch kompatibel.
Pushen
Aus der analogen Fotografie: Entwicklung eines Films auf Basis eines höheren als für den Film vorgesehen ISO-Werts. Schon bei den Aufnahmen wird bei der Belichtung so getan, als hätte der Film einen höheren ISO-Wert, Belichtung und Blende werden also bewußt falsch gewählt. Bei der Entwicklung wird der Film dann so behandelt, als entspräche er dem Wert der Bildparameter. So wird auch analog versucht, bei schlechten Lichtverhältnissen die ISO-Werte künstlich
zu erhöhen.
R
RAM (random access memory)
Der RAM ist der Arbeitsspeicher des Rechners und liegt i.d.R. als Riegel auf dem Motherboard vor. Dieser kann ausgetauscht und erweitert werden. Mit mehr RAM werden Aufgaben schneller und fließender abgearbeitet. Die Daten geöffneter Programme werden meist in den RAM geschrieben, da der Zugriff hierauf viel schneller als z. B. auf die Festplatte ist.
Randabschattung
siehe Vignettierung
Rasterweite
Die Rasterweite gibt an, wie fein ein verwendetes Raster ist. Je größer der Wert, desto feiner das Raster und desto feinere Bilddetails können dargestellt werden. Die Rasterweite wird in Rasterlinien pro Zentimeter angegeben.
Rauschen
Die Entsprechung des Filmkorns in der Digitalfotografie. Mit „Rauschen “ bezeichnet man in der digitalen Bildbearbeitung zufällig verteilte Abweichungen von der erwünschten Bildhelligkeit und -farbe. Es macht sich insbesondere in dunklen Bildpartien in Form von zufällig angeordneten bunten Pixeln bemerkbar und nimmt mit der an der Kamera eingestellten Empfindlichkeit zu. Auch lange Belichtungszeiten führen zu stärkerem Rauschen. Dem Rauschen kann durch eine geeignete Wahl von Belichtungszeit und Empfindlichkeit sowie durch digitale Filter entgegengewirkt werden, ganz aus dem Bild eliminieren lässt es sich jedoch nicht.
Rauschunterdrückung
Verfahren zu Verringerung des Bildrauschens bei hohen ISO-Werten. Bei einfachen digitalen Kameras geschieht dies mittel einer höheren JPG-Komprimierung zu Lasten der Bildschärfe. Teure DSLRs setzen spezielle Sensoren und Prozessoren ein, die bauartbedingt weniger Bildrauschen produzieren (siehe auch Super-CCD-HR-Sensor)
RAW
Englisch "Roh", Bilddateiformat, in dem die Aufnahme verlustfrei gespeichert wird. Je nach Hersteller und Software sind bei der Bearbeitung fast alle Werte des Fotos im Nachhinein bei der Konvertierung veränderbar. Eine RAWDatei muss immer mit EBB weiterverarbeitet und in ein gängiges Dateiformat konvertiert werden.
Restlicht
siehe Available Light
RGB-Bild
Ein Bild, das im RGB-Farbmodell vorliegt. Rot-Grün-Blau ist ein additives Farbmodell, bei dem sich die Grundfarben zu Weiß addieren (Lichtmischung). Eine Farbe wird durch drei Werte beschrieben: den Rot-, den Grün- und den Blauanteil. Jeder Farbanteil kann zwischen 0 % und 100 % variieren.
Rohdaten/ -format
Siehe RAW.
S
Sättigung
Die Farbstärke (Intensität) eines Bildes oder Farbtons, sieh Farbsättigung.
Scanner
Ein Zusatzgerät, mit dem sich Bilder oder Schriftstücke in den Computer einlesen lassen. Meist sind Scanner heute in der Ausführung als Flachbett-Scanner erhältlich. Hier sitzt die Abtasteinheit unter einer Glasscheibe, auf die die Bilder, die man in den PC einlesen möchte, gelegt werden.
Schärfen
Siehe Scharfzeichnen.
Schärfenebene
Gedachte Fläche vor dem Objektiv, die auf dem Film scharf abgebildet wird. D.h. jeder Punkt, der sich auf der Schärfeebene befindet, wird als scharfer Punkt auf dem Film abgebildet. Die Schärfeebene ist normalerweise keine plane Fläche, sondern sie ist leicht gewölbt (am Rand näher am Objektiv als in der Mitte). Durch Fokussieren des Objektivs beeinflusst man die Schärfeebene derart, dass sie mit dem Objekt übereinstimmt. Das Objekt wird dann scharf abgebildet.
Schärfentiefe
Entfernungsbereich um die Schärfeebene herum, in dem Gegenstände scharf wiedergegeben werden. Alle Gegenstände, die sich in diesem Bereich befinden, werden vom Auge als scharf dargestellt empfunden. Gegenstände außerhalb dieses Bereichs werden mit wachsender Entfernung von der Schärfeebene als zunehmend unscharf empfunden. Technisch gesehen handelt es sich um denjenigen Entfernungsbereich, in dem Bildpunkte als Farbklecks mit nicht mehr als 0,3 mm (Kleinbildformat) bzw. 0,5 mm (Mittelformat) Durchmesser abgebildet werden. Der Schärfentiefebereich ist abhängig vom Blendenwert und nimmt zu, wenn man die Blende schließt, d.h. einen größeren Blendenwert einstellt.
Scharfzeichnen
Auch Nachschärfen, Schärfen, Unscharf Maskieren. Methoden, einem Foto nachträglich Schärfe hinzuzufügen, indem z. B. Kanten, Übergänge, Linien und Tonwerte deutlicher hervorgehoben werden. Dies kann bereits durch die Kamera-Software erfolgen oder auch später in der EBB.
Schiebezoom
Methode zur Veränderung der Brennweite eines Zoomobjektivs. Die Brennweite wird manuell durch einen Schiebemechanismus am Objektiv verändert,
sieh auch Zoomeffekt.
Schlitzverschluss
Kameraverschluss, bei dem zwei Platten ähnlich einer Jalousie die Blende verschließen. Beim Spannen wird eine Platte komplett weggezogen. Nach
dem Auslösen, bewegt sich die erste Platte nach außen und lässt so Licht auf den Film durch. Die zweite Platte folgt nun der ersten und verschließt die Lichtöffnung wieder. Der Name rührt daher, dass zwischen den beiden Platten während des Belichtens ein Schlitz entsteht, der das Licht durchlässt.
Schnappschuss
Eine relativ neue Funktion in Photoshop. Mit einem Schnappschuss kann der momentane Status einer Bildbearbeitung (Ebenen etc.) festgehalten werden, um wieder an diese Position zurückzukehren. Die Schnappschuss-Funktion ist in die Protokollpalette integriert.
Schnittstelle
Verbindungsstelle für den Anschluss von Zusatzgeräten wie Maus, Tastatur, Bildschirm, Drucker, Scanner an einen Computer. Man unterscheidet zwischen parallelen (Drucker) und seriellen Schnittstellen (Maus, Modem). Die seriellen Anschlüsse eines Computers werden auch als COM-Ports (Kommunikationsanschlüsse) bezeichnet. Seit geraumer Zeit gibt es auch noch weitere Computerschnittstellen, die höhere Übertragungsgeschwindigkeiten erlauben als die genannten, beispielsweise USB.
Schriftart
In der Bildbearbeitung der Name einer Schrift, die vom PC zur Darstellung der Buchstaben eines Texts genutzt wird, beispielsweise Arial, Times, Courier.
Schriftgrad
In der Bildbearbeitung gibt der Schriftgrad die Größe eines Buchstabens in einem Text an. Als Maßeinheit wird hier meist „Punkt“ genutzt. In Briefen üblich sind beispielsweise Schriften mit einem Schriftgrad zwischen 10 und 12 Punkten.
Screenshot
Englisch für Bildschirmfoto. Bezeichnet das Abspeichern oder die Ausgabe des aktuellen Bildschirminhalts.
SD
Abk. [engl.] Secure Digital Card. Speicherkarte, die über einen Kopierschutz für Multimediadaten verfügt. Mit zwei bis zehn Megabyte pro Sekunde bietet diese Karte einen schnellen Datenaustausch.
Secure Digital Card
siehe SD
Segmentmessung
siehe Mehrfeldmessung
Selektive Scharfstellung
Stilmittel, bei dem mit Hilfe von offener Blende und langer Brennweite nur ein kleiner Bereich im Bild scharf dargestellt wird. So wird das Motiv vom restlichen
unscharfen Bild freigestellt.
Sensor
Der Sensor der digitalen Kamera ersetzt den Film der analogen Kamera, stellt also das lichtempfindliche Element dar. Unter einem Sensor versteht man einen elektronischen Bildwandler, siehe auch A/D Wandler. Der gebräuchlichste und zuerst entwickelte Sensor wird als CCD bezeichnet, später folgte der als CMOS
bezeichnete Sensor. Der CMOS unterscheidet sich nur durch die abweichende Herstellung und nicht durch eine andere Aufnahmetechnik vom CCD.
Sensorgröße
Kantenlänge des Sensors in Millimetern.
Sensortemperatur
Wenn die Kamera betriebsbereit ist erwärmt sich der Sensor. Je länger die Kamera angeschaltet ist, desto höher wird die Temperatur des Sensors, dadurch ensteht ein erhöhtes Bildrauschen.
Sepia
Eigentlich verblasste Schwarz-Weiß-Fotografien, bei denen die schwarze Farbe bräunlich geworden ist und das Weiß auf dem Papier mit der Zeit gelblich-creme erscheint. Mittlerweile ein beliebtes Stilmittel bei Fotos, das mit der EBB nachempfunden werden kann.
Serienbildfunktion
Ein Kameramodus, der viele Aufnahmen in Folge erlaubt, ohne dass der Auslöser erneut gedrückt werden muss. Nach einmaligen Drücken des Auslösers nimmt die Kamera so lange Bilder auf bis der Auslöser wieder losgelasen wird. Kommt bei schnellen Bewegungsabläufen des Motivs zum Einsatz, wie z.B. in der Sportfotografie.
Skalieren
Bedeutet, die Maße eines Bildes zu vergrößern oder zu verkleinern. Dies kann proportional z. B. mit Prozentwerten gemacht werden. Dann bleibt das Seitenverhältnis bestehen.
Slice
Ein großes Bild lässt sich in mehrere kleinere Bilder zerlegen, die sich dann wiederum HTML-basiert für eine Internetseite zusammensetzen lassen. Das kann die z. B. Ladezeit des Bildes verkürzen.
SLR
s. Spiegelreflexkamera
SM
Abk. [engl.] SmartMedia. Speicherkarten, die mit einem nicht flüchtigen Flash-
Memory-Speicher ausgestattet sind und anfänglich in starker Konkurrenz zu den CompactFlash-Karten standen. SmartMedia-Cards haben den Nachteil, dass
sie über keinen eingebauten Controller verfügen und die Kontakte offen liegen, das macht sie anfällig für Beschädigungen. Sie ist dünner als die PC-Card und
kann mittels Adapter auch in PC-Card-Laufwerken oder Diskettenlaufwerken genutzt werden.
SmartMedia
siehe SM
Speicherkarten
Speicherkarten, auch Flash Card oder Memory Card genannt, sind ein kleines Speichermedium, das verwendet wird, um Daten wie Bilder zu speichern. Die
Daten darauf werden im sogenannten Flash-Speicher gespeichert.
Speichermedien
siehe Speicherkarten
Spiegelreflexkamera
Bei diesen Kameras wird das anvisierte Motiv über einen Umlenkspiegel auf die Mattscheibe geworfen. Die Glasscheibe befindet sich auf der Höhe der Sensor-
Ebene und kann auf Umwegen durch den Sucher betrachtet werden. Bevor das Auge das Spiegelbild sieht, wird es mehrfach von einem Pentaprisma, einem fünfeckigen Glaskörper, zurückgeworfen. Wird der Auslöser betätigt, wird der Spiegel hochgeklappt, gleichzeitig schließt sich die Blende.
Spotmessung
Bei der Spotmessung wird die Belichtung nur innerhalb eines kleinen Kreises (englisch „spot“) in der Bildmitte gemessen. Dadurch lässt sich bei schwierigen Lichtsituationen (z.B. in der Theaterfotografie: Schauspieler vor dunklem Hintergrund) nur das bildwichtige Element anmessen und damit korrekt belichten.
sRGB Standard RGB
Von den meisten Geräten für digitale Bildverarbeitung verwendeter Farbraum.
Stativ
Das Dreibein-Stativ dient der stabilen Aufstellung von Kameras gegen das Verwackeln bei längeren Belichtungszeiten oder Langzeitbelichtungen sowie der präzisen Wahl des Bildausschnitt und zum Ausrichten der Kamera. Ein Stativ hat im Regelfall Teleskopbeine, die in der Länge variabel sind. Das Einbeinstativ
dient als Kamerastütze bei längeren Belichtungszeiten, die nicht mehr Verwacklungsfrei aus der Hand gehalten werden können.
Strichzeichnung
Enthält nur die Tonwerte Schwarz und Weiß.
Sucher
Fotografisch. Eine Vorrichtung zum Anvisieren des Motivs und Festlegen des Bildausschnitts. Je nach Kamera-Ausstattung dient der Sucher auch zur Einstellung der Schärfe und Kontrolle der Belichtungseinstellungen.
Super-CCD-HR-Sensor
Zusammen mit dem RP-Bildprozessor liefert dieser Sensor besonders rauscharme Fotos. Dadurch ist es möglich, auch bei hoher Empfindlichkeitseinstellung qualitativ hochwertige Aufnahmen zu machen.
Superzoomkamera
Kompaktkameras, deren Zoombereich bei 12facher Vergrößerung liegt, es gibt sogar Kameras mit 15fachem Zoom. Es werden, auf Kleinbild umgerechnet,
Brennweiten von bis zu 430 mm erreicht. Gegen das Verwackeln in den Telebereichen sind die meisten Superzoomkameras mit einem Bildstabilisator ausgerüstet.
T
Telebereich
siehe Teleobjektiv
Teleobjektiv, Tele
Objektiv mit sehr langer Brennweite, Objektive ab 50-mm Brennweite werden als Tele bezeichnet.
Thumbnails
Thumbnails sind starke Verkleinerungen von Bildern, Ebenen oder Seiten. Somit wird eine Voransicht möglich, ohne das Bild, die Ebene oder die Seite tatsächlich zu öffnen. Außerdem dienen sie zur Übersichtlichkeit z. B. in Bilddatenbanken.
Through the Lens
[engl.] Durch die Linse, siehe TTL
Tiefen/Lichter
1. Tiefen bezeichnen die dunkelsten und Lichter die hellsten Bereiche in einem Foto.
2. EBB Werkzeug in Adobe Photoshop zur Anpassung der Tiefen und Lichter.
Tiefenschärfe
Identisch mit Schärfentiefe (siehe dort). Es herrscht unter Fotografen ein alter Streit darüber, ob die Schärfe tief oder die Tiefe scharf ist.
Tiefpassfilter
Filterfunktionen in der EBB, um Aliasing zu mindern.
TIFF
Englische Abkürzung für "Tagged Image File Format". Weit verbreitetes Bilddateiformat zur professionellen Bildweiterverabeitung. Unter Photoshop kann ein TIFF auch mit Ebenen abgespeichert werden, um Montagen auch in Programmen darstellen zu können, die keine PSD Dateien lesen.
Tone Mapping
Verfahren zur Konvertierung von 32-Bit-Bildern in 8-oder 16-Bit Dateien. Wird zumeist bei der Erstellung von HDR-Dateien, die im 32-Bit-Modus vorliegen, benötigt, weil auf dem Monitor sonst der volle Kontrastumfang nicht dargestellt werden kann, siehe Farbtiefe.
Tonnenförmige Verzeichnung
Beugungserscheinung. Die Verzeichnung bewirkt, dass gerade Linien, deren Abbild nicht durch die Bildmitte geht, gekrümmt wiedergegeben werden. Fisheye-Objektive weisen eine starke tonnenförmige Verzeichnung auf.
Tonung
Das Färben von Schwarz-Weiß-Fotos mit einer Farbe.
Tonwertkorrektur
Mithilfe der Tonwertkorrektur, zumeist Tonwertspreizung, wird nachträglich der Kontrastumfang eines digitalen Fotos erhöht.
Tools
Englisch für "Werkzeuge", hier Bildbearbeitungswerkzeuge.
Transformieren
Siehe Frei Transformieren.
True Color
True Color bedeutet, dass 16,7 Millionen Farben angezeigt werden können. Dies ist heute der "Desktop-Standard".
TTL-Messung und TTL-Blitzsteuerung
Um eine zuverlässige Belichtungsmessung unter Einbeziehung aller zusätzlichen Einflüsse (z.B. Filter, Verlängerungsfaktor bei Makroaufnahmen) zu ermöglichen, arbeiten nahezu alle Spiegelreflexkameras (außer Modellen ohne Belichtungsmessung) mit einer TTL - Belichtungsmessung (Through the Lens, ([Messung] durch das Objektiv). Der oder die Messsensoren liegen hierbei stets im optischen Strahlengang hinter dem Objektiv, sodass eine präzise Messung der durch das Objektiv einfallenden Lichtmenge möglich ist (daher der Name TTL, s.o.). Bei der TTL-Blitzsteuerung wird das Blitzlicht durch das Objektiv in der Kamera gemessen. Die Kamera übernimmt hier auch die Dosierung der vom Blitzgerät abzugebenden Lichtmenge. Da die Kamera mit dem Blitzgerät kommuniziert, brauchen auch keine Einstellungen per Hand von der Kamera zum Blitzgerät übertragen zu werden.
Twain
Eine Schnittstelle, welche die Kommunikation von Software und Hardware (z. B. Scanner) universell macht. Sie wird in Photoshop unter dem Befehl "Importieren" aufgerufen. Anschließend öffnet sich ein neues Fenster mit dem Scannertreiber.
U
Überbelicht (-ung, -et)
Folge falscher Belichtungsmessung. Auf den Sensor/ Film fällt zu viel Licht, das Bild ist insgesamt oder in weiten Bereichen zu hell.
Überlagern
Füllmethode zur Verrechnung zweier oder mehr Ebenen, wobei die unteren Ebenen durch die obere hindurchwirken.
Ultra-Kompaktkamera
Digitale Kamera in sehr kompakter Bauweise, die Größe entspricht kaum mehr als einer Zigarettenschachtel.
Umwandlung
Siehe Farbumwandlung.
Unscharf Maskieren
Scharzeichnungsmethode, siehe auch Scharfzeichnen.
Unterbelicht (-ung, -et)
Folge falscher Belichtungsmessung. Auf den Sensor/ Film fällt zu wenig Licht, das Bild ist insgesamt oder in weiten Bereich zu dunkel.
URL (Unique Resource Locator)
Dies ist die eineutige Speicheradresse einer Datei z. B. im Internet.
USB Universal Serial Bus
Bei USB handelt es sich um eine serielle Schnittstelle, über die sich PCs mit Zusatzgeräten wie Tastatur, Maus, Joystick oder Scanner verbinden lassen. Es gibt verschieden Geschwindigkeiten wie z. B. "USB 2.0 Hi-Speed", USB 2.0 Full Speed" oder der deutlich langsamere USB 1.1 oder 1.0 Standard. Z. Zt. wird der neue Standard "3.0" entwickelt.
V
Vektorgrafik
Vektoren sind Linien, Kreise oder Flächen, deren Größe sich durch die Angabe nummerischer Werte ergibt. Dadurch sind Vektorgrafiken auch im Gegensatz zu Pixelgrafiken wie Bitmaps ohne Qualitätsverlust frei skalierbar und benötigen weniger Speicherplatz.
Vektorisieren
Mit Vektorisieren ist die Umwandlung eines Pixelbildes in Vektoren (s. auch Vektorgrafik) gemeint. Dies kann entweder manuell durch Nachzeichnen des Pixelbildes oder automatisch z. B. per Software geschehen.
Verfremdung
Die Verfremdung eines digitalen Fotos mittels EBB, z. B. durch Tonwerttrennung, Tonung, Weichzeichnung, Verzerren, Stauchen, Veränderung der Farbsättigung und diverser Filter (Plug-Ins). Eingeschränktere und aufwendigere Möglichkeiten dazu gibt es auch in der analogen Fotografie, z. B. mit Filtern.
Vergrößerer
Gerät mit eingebauter Lichtquelle, welches ähnlich wie ein Diaprojektor Negative oder Diapositive vergrößert auf dem zu belichtenden Fotomaterial abbildet. Besteht in der Regel aus einem Grundbrett, einer Einrichtung zur Höhenverstellung und dem Vergrößerungskopf, welcher wiederum die Lichtquelle, die Bildbühne (= Vorrichtung zum Positionieren von Negativen bzw. Diapositiven) und ein Objektiv beinhaltet. Bei Farbvergrößerern enthält er zusätzlich eine Filtereinrichtung zur Einfärbung des Projektionslichts.
Verlängerungsfaktor
siehe Crop-Faktor
Verschluss
Bauteil analoger Kameras, das verhindert, das während der Einstellungen Licht auf den Film fällt. Erst wenn der Auslöser betätigt wird, öffnet sich der Verschluss für die Dauer der Belichtungszeit. Siehe auch Schlitzverschluss
und Zentralverschluss.
Verschlusszeit
Neben dem Blendenwert ist die Verschlusszeit der zweite wichtige Wert bei Aufnahmen. Sie gibt an, wie lange der Film oder das CCD dem Licht ausgesetzt wird. Je länger die Zeit ist, desto verschwommener werden bewegte Objekte dargestellt oder das Bild verwackelt. Im Telebereich sollte die Zeit eine 1/125 Sekunde nicht unterschreiten, im Weitwinkel lässt sich oft noch mit 1/30 Sekunde aus der Hand schießen.
Verwacklungsunschärfe/Verwackeln
Wird die Kamera während der Belichtung bewegt, ergibt sich der unangenehme Effekt des Verwackelns. Gegenmaßnahmen sind kurze Verschlusszeiten, der
Einsatz eines Stativs oder Bildstabilisatoren.
Verzeichnung
Durch Objektivfehler hervorgerufene geometrische Abweichung des projizierten Bildes. Sie fällt insbesondere bei geraden Linien am Bildrand auf. Von tonnenförmiger Verzeichnung spricht man, wenn diese Linien in den Bildecken nach innen durchgebogen erscheinen, und von kissenförmiger, wenn diese Linien in den Bildecken nach außen durchgebogen erscheinen. Tritt bei allen Objektiven, also bei Aufnahme- wie auch Projektionsobjektiven, mehr oder minder stark auf. Vergrößerungsobjektive sind diesbezüglich sehr gut korrigiert, verzeichnen also so gut wie gar nicht. Zoom-Objektive zeigen die größte Verzeichnung meistens bei der minimalen und maximalen Brennweite.
VGA
Grafikstandard (16 Farben und 640 x 480 Bildpunkte). Heute wird Super-VGA mit mehr Farben und Bildpunkten benutzt.
Vibration Reduction
[engl.] Vibrations-Reduzierung, siehe Bildstabilisator
Video Modus
Aufnahmemodus einer Digitalkamera, der es gestattet, kurze Videosequenzen in den gängigsten Formaten AVI, MPG bzw. MOV abzuspeichern. Durch die für
Videos geringe Speicherkapazität der Speichermedien ist die Länge stark begrenzt.
Vignettierung
Mit zunehmender Entfernung zum Bildmittelpunkt, also an den Bildrändern, weist das Foto Abschattungen (Randabschattung) auf und wirkt hier unterbelichtet. Das Problem tritt zumeist beim Fotografieren mit offener Blende auf und kann durch Abblenden reduziert werden.
Virtueller Speicher
Eine virtuelle Vergrößerung des RAM-Speichers. Er wird temporär auf der Festplatte angelegt und ist dadurch wesentlich langsamer als der RAM-Speicher. Der virtuelle Speicher wird angelegt, wenn zu wenig RAM-Speicher vorhanden ist oder aufgrund einer Software-Vorgabe, wie es z. B. bei Photoshop der Fall ist. Hier wird in den Voreinstellungen das Arbeitsvolume (z. B. "C") festgelegt, auf dem der virtuelle Speicher eingerichtet wird.
Vollformat-Sensor
Sensor, der in seinen physikalischen Abmessungen dem Negativ eines Kleinbildfilms entspricht. Bei diesem Sensor entfällt der Crop-Faktor.
Vordergrund
Oberste oder vordere Bildebene.
W
Wässerung
Entfernen von in der Fotoschicht befindlichen Chemikalien durch Spülen mit Wasser.
WB
Abk. [engl.] White Balance = Weißabgleich, siehe Weißabgleich
Wechselobjektiv
Wechselobjektive kommen bei DSLR/SLR Kameras zum Einsatz. Sie werden mit einem Bajonettverschluss an den Body der Kamera geschraubt. Sie unterscheiden sich in: Normal-, Tele-, Makro-, Weitwinkel- und Fisheye-Objektiv.
Weiche Auswahlkante
Manchmal ist die Auswahlkante sehr hart, so dass bei einer Montage die Übergänge zu auffällig sind. Wählt man eine weiche Auswahlkante, so kann der Übergang in ein anderes Objekt dadurch deutlich weniger ins Auge springen.
Weichzeichnen/ -ung
1. EBB. Die Weichzeichnung verringert der Detailauflösung des Fotos. Dies erfolgt mit EBB durch die Mittelwertbildung der Pixelwerte, insbesondere an Kanten.
2. Effekt bei der Aufnahme, entweder gesteuert über die Kamera-Software oder mittels eines Filters.
Weißabgleich
Abstimmung einer Digitalkamera auf die jeweilige Lichtart. Neben dem automatischen Weißabgleich der Kamera kann meist auch noch zwischen „Tageslicht“, „bedeckter Himmel“, „Kunstlicht“ und „Neonlicht“ gewählt werden. Durch diese Einstellungen werden die Farben unter den jeweiligen Lichtverhältnissen noch realitätsgetreuer wiedergegeben. Der Weißabgleich lässt sich bei einigen Kameramodellen manuell vornehmen, indem man das Objektiv auf eine weiße Fläche richtet und den Abgleich auslöst. Tageslicht, Blitzlicht und Kunstlicht von Glühbirnen oder Neonröhren weisen unterschiedliche Farbtemperaturen auf. Bei der herkömmlichen Fotografie muss man diesen Unterschied durch Filter oder spezielle Filme ausgleichen. Das menschliche Auge kann die Differenzen bis zu einem gewissen Grad selbst kompensieren.
Weitwinkel (-objektiv)
Ab einem Bildwinkel von 75 Grad (entspricht 28 mm Brennweite KB) spricht man von einem Weitwinkelobjektiv. Zum Vergleich: Der sichtbare Bereich, den das menschliche Auge erfasst, liegt bei knapp 46 Grad. Zusätzlich verfügen diese Objektive über eine höhere Schärfentiefe als Normalobjektive.
Z
Zauberstab
Mit dem Zauberstab können Sie Bildbereiche, je nach Voreinstellung, markieren.
Zeichnung
Hier in Tiefen und Lichtern. Gemeint sind hiermit erkennbare Strukturen (Zeichnungen) in den dunkelsten und hellsten Bildbereichen als Zeichen für eine richtige Belichtung.
Zeitautomatik
Eine der ersten Belichtungsautomatiken bei Spiegelreflexkameras war die Zeitautomatik – oder Blendenvorwahl, englisch „aperture priority“, daher das Kürzel „A“ an der Kamera. Hierbei ermittelt die Kamera aufgrund der Messdaten der Belichtungsmessung, der eingestellten Filmempfindlichkeit und der eingestellten Blende die notwendige Verschlusszeit. Diese Betriebsart ist vor allen Dingen dann sinnvoll, wenn Sie über die Blendeneinstellung die Schärfentiefe Ihres Motivs bestimmen möchten, ohne sich um die Verschlusszeit kümmern zu müssen (beispielsweise in Porträt- oder Reportagesituationen).
Zentralverschluss
Der Zentralverschluss, auch Lamellenverschluss ist eines der zwei gebräuchlichen Konstruktionsprinzipien für den Verschluss. Der Zentralverschluss befindet sich zentral im Objektiv zwischen den Linsen.
ZIP
Das ZIP-Dateiformat ist ein Format zur komprimierten Archivierung von Dateien. Die Archivdateien tragen üblicherweise die Endung .zip. Die Komprimierung erfolgt verlustfrei.
Zoom
Die vergrößerte oder verkleinerte Ansicht eines Bildes oder Bildteils.
Zoombereich
siehe Zoomfaktor
Zoomeffekte
Aufnahmetechnik, bei der während der Aufnahme die Brennweite verändert wird. Der Zoom wird von der Einstiegsbrennweite zur maximalen Brennweite bewegt, hierzu eignet sich am besten ein Zoom mit Schiebemechanik.
Zoomfaktor
Verhältnis von Einstiegsbrennweite und maximaler Brennweite eines Zoom-Objektivs. Ein Objektiv mit den Werten 80 - 200 mm hat einen Zoomfaktor
von 2,5 (200 / 80).
Zoom-Objektiv
Objektiv, das durch zueinander verschiebbare Linsen die Brennweite und damit den Bildwinkel verändert. Zoomobjektive stehen heute Objektiven mit Festbrennweiten in Schärfe und Abbildungsleistung nicht mehr nach.
Zubehörschuh
siehe Blitzschuh
Zugriffszeit
Benötigte Zeit, um einen Datenblock auf einem Datenträger zu finden und in das Computersystem einzulesen.
Zwischenablage
Über den Befehl "Kopieren", "Ausschneiden" oder äquivalent die Tastaturkürzel geraten markierte Texte oder Bilder in den Zwischenspeicher des Betriebssystems. Über den Befehl "Einfügen" (oder Tastaturkürzel) kann man diese von einer Anwendung in die andere transportieren oder etwas Vervielfältigen. Auch beim "copy and paste" laufen die Daten zunächst durch den Zwischenspeicher. Der Zwischenspeicher geht verloren, sobald man den Rechner neu startet oder herunterfährt. Manche Programme erlauben es, mehrere Elemente in den Zwischenspeicher zu übertragen, ansonsten wird der Zwischenspeicher bei jedem neuen Vorgang überschrieben.